Tiefe Risse sind noch immer in der Tür zur Schulsporthalle in der Taufkirchner Pappelstraße zu sehen. Die mutmaßlichen Täter sollen in Ekrem Aktas Fußball-Gruppe gespielt haben. Foto: Big

Jugendliche Fußball-Spieler hebeln Sporthallen-Tür aus der Verankerung

Taufkirchen - Mit zerstörten Lampen und einem geklauten Feuerlöscher eskalierte im Herbst 2008 die Situation an der Taufkirchner Hauptschule in der Pappelstraße.

Dabei hatte Grünen-Mitglied Ekrem Aktas nach dem Zusammenbruch der mobilen Jugendarbeit große Pläne. Mit Fußball wollte er 15 bis 25 Buben von der Straße auf den Sportplatz holen. Im Sommer 2008 begann er mit Unterstützung der Gemeinde das Training in der Schulturnhalle. Gut ein halbes Jahr später kommt es erneut zur Eskalation. Ein brennender Mülleimer zwingt die Gemeinde zu drastischen Maßnahmen. "Herr Aktas hat sich wirklich bemüht, die Situation zu entschärfen. Aber dass trotz Rauchverbot auf dem Schulhof gekokelt wird, ist nicht tragbar“, erklärt Hauptamtsleiter Dieter Braunstein. Außerdem hatten die Jugendlichen die Hallentür vollständig aus den Angeln gehoben und die Schlösser herausgebrochen. "Wie diese ohnehin schwere Tür dermaßen beschädigt wurde, ist mir schleierhaft“, so Braunstein.

Dennoch zeigten sich die Gemeinderäte jetzt im Kulturausschuss kooperationsbereit. "Es ist keine Lösung auf lange Sicht, dass wir die Halle generell sperren“, sagte Herbert Böhm (CSU). Stattdessen sei es ratsam, auf eine neue Zusammensetzung der Jugendgruppe zu warten, die ein Arbeiten mit den jungen Taufkirchner erleichtert.

Die Notwendigkeit einer konsequenten Haltung gegenüber einer Verletzung der Hausordnung unterstrich Ursula Schulze (FDP/FWG). "Wenn unsere Jugendlichen nicht Ordnung halten, müssen sie auch sehen, dass das Folgen hat.“ Ihrer Ansicht nach ist Aktas, der sich auch für den Agenda-Arbeitskreis Integration engagiert, mit der Situation überfordert. "Alleine wird er das mit der relativ großen Gruppe nicht schaffen“, so Schulze.

Bürgermeister Jörg Pötke (ILT) drängte zu einer vorübergehenden Lösung. "Wenn eine solche Gruppe nicht in den Griff zu kriegen ist, dann sollten wir andere Räume suchen, oder die Jugendlichen draußen bolzen lassen. Es kann doch nicht sein, dass sie in der Halle unnötig randalieren.“ Insgesamt aber kamen die Räte überein, der Gruppe in Zukunft eine zweite Chance zu gewähren. Bis dahin müssen sich die Fußball-Freunde allerdings auf den Freiluft-Plätzen bewähren.

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