Jugendsozialarbeit soll ausgeweitet werden

Unterschleißheim - An der Michael-Ende-Grundschule und der Grundschule an der Johann-Schmid-Straße in Unterschleißheim soll es im kommenden Schuljahr Jugendsozialarbeit geben. Dafür haben sich die Mitglieder des Unterschleißheimer Hauptausschusses einstimmig ausgesprochen.

Allerdings hängt das Vorhaben ab von einem Zuschuss des Landkreises München. Und auch der Stadtrat muss zustimmen. Die Rektoren beider Schulen weisen in ihren Anträgen an die Stadt auf den zunehmenden Betreuungsbedarf vieler Kinder hin. 63 der 287 Buben und Mädchen an der Michael-Ende-Schule brauchen spezielle Unterstützung, um im Schulalltag zurechtzukommen. Mit 35 von ihnen hat die Mehrzahl Deutsch als Muttersprache.

Beide Schulen gelten jedoch nicht als Brennpunktschulen. Jugendsozialarbeit kann gerade in der Grundschule stark präventiv wirken, darin sind sich die Mitglieder des Hauptausschusses einig. Keine Frage war es also, für beide Schulen jeweils eine halbe Stelle zu befürworten. Zunächst einmal offen bleibt die Finanzierung. Die Stadt wird den Landkreis um Unterstützung bitten. Dieser bietet seit dem Schuljahr 2007/2008 die Übernahme der Kosten zu 50 Prozent an - vorausgesetzt, das zuständige Kreisjugendamt hält die Maßnahme und damit den Zuschuss für gerechtfertigt.

Sollte der Landkreis finanziell einspringen, müsste die Stadt pro Schuljahr für jeden Sozialarbeiter 5000 Euro bezahlen. Dazu kommen einmalig 35 000 Euro, weil an der Michael-Ende-Schule ein neues Zimmer eingerichtet werden muss. Da es keinen Platz gibt, soll eine Ecke in der Aula abgetrennt und zum Büro ausgebaut werden. An der Johann-Schmid-Schule ist der Raum der Mittagsbetreuung frei, die in das Haus der Vereine umgezogen ist.

Ist die Kostenübernahme geklärt, wollen Vertreter der Stadt mit den Rektoren darüber sprechen, wer Träger der Jugendsozialarbeit werden soll. An der dritten Unterschleißheimer Grundschule, der Ganghofer-Schule, gehört Jugendsozialarbeit als Vollzeitstelle bereits zum Konzept. Ilsabe Weinfurtner

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