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Kahlschlag an der A 94. Damit der Käfer keine Nahrung findet.

Schädlingsbekämpung

Kahlschlag an der A-94 wegen des Laubholzbockkäfers

Feldkirchen – Nein es sind keine Rodungsarbeiten als Vorbereitung für eine Baummaßnahme an der Autobahn A 94 bei Feldkirchen. Auslöser für die Arbeiten ist wieder einmal der Asiatische Laubholzbockkäfer (ALB).

Nach dem Kahlschlag entlang der Autobahn im Oktober 2012, als der gefährliche Schädling erstmals in Feldkirchen entdeckt wurde, lässt die Autobahndirektion Südbayern auf Anordnung der Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) den Sträucheraufwuchs mit einem Großgerät erneut entfernen. Die Sträucher außerhalb der Reichweite des Arbeitsgeräts und an den zu den Fahrbahnen gelegenen Wallseiten müssen per Hand mit der Motorsäge abgeschnitten werden.

Wall schlecht zu kontrollieren

Der Grund hierfür ist, dass der steile und dicht bewachsene Wall entlang der Autobahn laut LfL nur sehr schlecht auf Befallsmerkmale des ALB kontrolliert werden kann. In dem Gebiet, in dem der Laubholzbockkäfer am massivsten aufgetreten ist, will man keinen Befall übersehen und dem Schädling keine Chance geben, dem schon tausende Bäume zum Opfer gefallen sind.

Fertig vor der Vogelbrutzeit

Vor dem Häckseln des Strauchmaterials wird dieses mit den ALB-Spürhunden kontrolliert, ob ein Befall vorhanden war. Rechtzeitig vor Beginn der Vogelbrutzeit Anfang März müssen die Arbeiten abgeschlossen sein.

Noch strengere Quarantänebestimmungen

 Die Richtlinien für den Umgang mit dem Asiatischen Laubholzbockkäfer sind verschärft worden. Demnach sind jetzt 16 Laubbaumgattungen als Wirtsbäume des Tiers erfasst statt bislang acht. Zudem muss ab sofort das ganze Jahr über alle zwei Monate ein Monitoring auf Käferbefall durchgeführt werden, bislang fand das nur einmal im Winter statt.

Wiederaufforstungen

Währenddessen läuft in Feldkirchen die Wiederbepflanzung. Im Tucherwald sind bereits 2015 neue Pflanzen eingesetzt worden, von denen allerdings viele durch den warmen Sommer kaputt gegangen sind. Dort wird eventuell heuer nachgepflanzt. Am Friedhof Feldkirchen sollen im Herbst Stieleiche, Hopfenbuche oder Gleditschien gepflanzt werden. Und an der B 471 will die Gemeinde noch in diesem Frühjahr 20 bis 30 Hopfenbuchen und Zelkoven einsetzen lassen.

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