Aufenthaltsverbot und Zwangsgeld

Kampf gegen nächtliche Randalierer

Taufkirchen - Herausgerissene Mülleimer, eingeschlagene Scheiben, nächtliche Saufgelage – die Gemeinde Taufkirchen hat die Nase voll von jugendlichen Randalierern.

Als Konsequenz hat sie deswegen allen örtlichen polizeibekannten Personen eine Mahnschrift geschickt, dass Taufkirchen in Zukunft „konsequent Beeinträchtigungen von Sicherheit und Ordnung entgegentritt“. Das Schriftstück wurde von der neu gegründeten Steuerungsgruppe verfasst, die aus Vertretern der Polizei, Bürgermeister Jörg Pötke, Jugendreferent Herbert Böhm und dem Koordinator der Jugendarbeit, Michael Mosch, besteht (wir berichteten).

Rund zwei Dutzend Schreiben hätten das Rathaus verlassen, berichtet Pötke. Wer in der Vergangenheit durch nächtliches Randalieren, Gewaltdelikte, Sachbeschädigungen und übermäßigen Alkoholgenuss aufgefallen ist, wird darin eindringlich ermahnt, sein Verhalten zu ändern. Den Jugendlichen – und auch den Eltern – teilt die Gemeinde außerdem mit, dass bei neuerlichen Ordnungswidrigkeiten oder Straftaten ein „Aufenthaltsverbot“ für bestimmte Areale in Taufkirchen ausgesprochen werde. „Die Jugendlichen dürfen dann zwar noch durch das Gebiet gehen, sich aber nicht länger als zehn Minuten dort aufhalten“, berichtet Pötke. Ein Verstoß gegen das Verbot wird mit 500 Euro Zwangsgeld geahndet.

Wie der Rathauschef berichtet, gab es schon Reaktionen auf das verfasste Schreiben. „Manche Eltern wussten noch gar nicht, was ihre Kinder so treiben“, sagt Pötke. „Die waren dann völlig baff, als sie den Brief in der Post fanden.“

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