Ausstellung

In den Fußstapfen der Mutter

Kirchheim - Zwei gegensätzliche Darstellungsweisen in einer Ausstellung: „Malerei trifft auf Fotografie und Schmuck“ unter diesem Titel läuft die Adventsausstellung im Bürgerhaus in Heimstetten.

Karin Cyron gestaltet mit dem Pinsel, ihre Tochter Monika geht mit der Kamera auf Motivjagd. Karin Cyrons Bilder sind überwiegend abstrakt. Ihrem, wie sie es nennt „Brotberuf“ als Schauwerbegestalterin, galt nie die große Leidenschaft. „Das war schon immer die Malerei“, erzählt die 74-Jährige, die seit 30 Jahren in Kirchheim lebt und hier durch viele Ausstellungen im Meilerhaus und durch ihre langjährige Dozententätigkeit an der Volkshochschule bekannt wurde. Angefangen hat sie mit gegenständlichen Motiven, vieles in Aquarell. „Seit gut zehn Jahren wandere ich immer stärker hin zum Abstrakten“, beschreibt sie rückblickend ihre Entwicklung. Gleich geblieben ist, dass alle ihre Bilder einen Titel tragen. „Ich denke mir schließlich etwas beim Malen, und das hat auch einen Namen. Der Titel ist mein Ausgangspunkt.“ Dann fertigt sie Skizzen an, die in Acryl ihre Ausfertigung finden. In der jüngsten Reihe beschäftigt die Künstlerin sich mit ihrer Reise nach Norwegen. „Es dominiert die Farbe blau, Sinnbild des Himmels und Wassers.“ Über 45 Bilder stellt sie aktuell im Bürgerhaus aus, darunter auch drei „Schmankerl“. Es sind Aquarelle von alten Gebäuden aus Kirchheim, „die es so heute gar nicht mehr gibt“. Tochter Monika hat Schriftsetzerin gelernt und arbeitet auch in diesem technischen Beruf. Neben der Fotografie gilt ihre Leidenschaft dem Schmuck: Ketten und Ringe hat sie auf einem Tisch ausgebreitet. Die heute 50-Jährige fotografiert seit ihrem 14. Lebensjahr. Zu Beginn noch analog, mittlerweile digital. „Es geht mir um das Sehen, das Detail erkennen im Blick. Viele meiner Fotos zeigen Alltägliches, das ich jedoch sichtbar mache.“ Dabei ist sie bemüht, einen speziellen Augenblick einzufangen, etwa die Landung einer Möwe, das grasende Schaf oder die Silhouette eines Hochhauses in Barcelona, über das eine Wolke hinwegzieht. „Die Kamera ist immer dabei, ein Spaziergang dauert bei mir nicht eine Stunde, sondern drei oder vier. Ich bleibe oft stehen und mache Fotos“, erzählt sie lachend. Wie jedes Jahr hat sie einen Kalender erstellt in einer Auflage von 25 Stück. „Diese Fotos lösche ich am Computer, denn auch die Fotografie hat etwas Vergängliches.“ 

sab

An diesem Wochenende ist die Ausstellung zu sehen: 12. und 13. Dezember, jeweils 15 bis 17 Uhr, Bürgerhaus Kirchheim.

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