Keferloherin erklimmt den Kilimandscharo

Neukeferloh - Christine Mehrl-Gürke aus Neukeferloh ist zwar nur 1,64 Meter groß. Doch die zierliche 50-Jährige strotzt vor Energie und will jetzt hoch hinaus. In den kommenden Tagen ist es ihr Ziel, mit zwei Freunden das höchste Bergmassiv Afrikas, den Kilimandscharo, zu bezwingen.

Nach verschiedenen Treckingtouren und Gipfelbesteigungen in Nepal hat Christine Mehrl-Gürke eine neue Herausforderung vor Augen. Nachdem sie in früheren Jahren die ganze Welt und vor allem Asien erforscht hat, „fehlte mir noch Afrika“, sagt sie.

Der Anfang dieser Expedition ist für die Neukeferloherin mit zehn Stunden Flug zum „Airport Kilimandscharo Tansania“ erst einmal entspannend. Doch bereits am Tag nach der Landung beginnt die Anstrengung. Am 27. September startet nicht nur der Aufstieg, sondern die drei Bayern müssen sich auch an ihre aus drei Trägern und einem Führer bestehende Begleitmannschaft gewöhnen.

Aus Filmen kennt man die Sherpas, die große Rucksäcke und Pakete tragen. Doch tatsächlich sind es gerade einmal zwölf Kilo, die jeder Träger auf sich nimmt. Was nach wenig klingt, ist in der Höhe und der dünnen Luft schon eine beachtenswerte Leistung. Dies zwingt die Expeditionsteilnehmer zu einer strengen Auswahl, was sie mitnehmen wollen. Denn alles darüber hinaus muss selbst getragen werden. Entsprechend lange dauerte das Packen, wobei Mehrl-Gürke die Liste einer erfahrenen Trecking-Freundin half. So finden sich nicht nur eine Vielzahl unterschiedlich großer Plastiktüten zum Trockenhalten aller Gepäckutensilien, sondern vor allem auch Müsliriegel als Kraftnahrung.

Zur Vorbereitung gehörte auch ein monatelanges Ausdauer- und Krafttraining, bestehend aus Skilanglaufen und großen Skitouren im Winter sowie Joggen, Walken und Radfahren auf dem Ergometer in den vergangenen Wochen. So gewissenhaft die 50-Jährige ihr Training absolvierte, wäre der Traum fast geplatzt, denn sie hatte die notwenigen Impfungen schlichtweg vergessen. Nur durch die Hilfe ihres sich bereits im Urlaub befindenden Hausarztes konnten die Impffristen gerade noch eingehalten werden.

Fünf Tage geht es in Afrika aufwärts, um von 2000 Metern auf den 5895 Meter hohen Gipfel des Kilimandscharo zu gelangen. Dabei ist der letzte Tag der anstrengendste, der bereits um 1 Uhr nachts beginnt. Anders sind die 1100 Höhenmeter Aufstieg und danach wieder 2000 Meter Abstieg zu schaffen. Als Lohn winken nicht nur der Gipfel, sondern nach der Expedition auch eine Safari durch die Landschaft Afrikas.

kp

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