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Kein Interesse am Runden Tisch

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Unterhaching - Das Aus rückt immer näher: Der Runde Tisch, in den Generali Hachings Verantwortliche bei der Suche nach Sponsoren für die weitere Bundesligazukunft große Hoffnungen gesetzt hatten, wurde mangels Teilnehmer abgesagt. Aufgeben wollen die Volleyballer aber noch nicht.

Das Aus rückt immer näher: Der Runde Tisch, in den Generali Hachings Verantwortliche bei der Suche nach Sponsoren für die weitere Bundesligazukunft große Hoffnungen gesetzt hatten, wurde mangels Teilnehmer abgesagt. Aufgeben wollen die Volleyballer aber noch nicht.

VON UMBERTO SAVIGNANO

Unterhaching - Auf dem Spielfeld passte alles: Mit 3:0 (25:22, 28:26, 25:22) setzten sich die Hachinger gegen evivo Düren durch (siehe nebenstehenden Bericht). Doch das war nur eine Randnotiz angesichts der Nachricht, die die Vereinsverantwortlichen nach diesen 80 Minuten verkündeten: Der Runde Tisch, zu dem Günther Lommer, Präsident des Bayerischen Landes-Sportverbandes (BLSV) in Absprache mit dem bayerischen Innenminister Joachim Herrmann eingeladen hatte, findet nicht statt. „Er wurde abgesagt ,mangels Masse“, so Hachings Manager Josef Köck. Keine einzige Firma war dem Ruf aus dem Innenministerium gefolgt. „Die Enttäuschung ist sehr groß, dass sich in der Wirtschaft aus der Region Bayern keiner für Volleyball interessiert“, so Köck, der betonte: „Vielen Dank an Joachim Herrmann, der zwei Stunden mit anwesend gewesen wäre.“

Wenn selbst der Einsatz des hochrangigen Politikers die Unternehmensvertreter nicht bewegen konnte, über eine Lösung für die Unterhachinger Volleyballer nachzudenken, die nach dem längst angekündigten Rückzug des bisherigen Hauptsponsors Generali etwa eine Million Euro aufbringen müssen, um auch nächste Saison Bundesliga-Volleyball unter vernünftigen Rahmenbedingungen bieten zu können: Was macht dann überhaupt noch Hoffnung? Schließlich hätte so ein Treffen dazu führen können, dass vier oder fünf Sponsoren die erforderliche Summe in direkter Absprache gemeinsam stemmen. Diese Variante dürfte nun nur noch schwer zu realisieren sein. Und der eine große Geldgeber ist ebenfalls weiterhin nicht in Sicht. „Wir haben weitere Gespräche, haben auch noch Kontakte aufgetan“, sagt Köck zwar. Doch die Zeit läuft unerbittlich gegen die Hachinger. Am 1. April muss die Lizenz beantragt werden, bis 15. April ist Zeit, detaillierte Daten zu liefern. Allerletzter Stichtag ist der 30. Mai, dann könnte der Verein den Lizenzantrag noch zurücknehmen, was allerdings zu einer Strafzahlung in Höhe von 5500 Euro führen würde. So, wie es aussieht, werden die Hachinger sich an diesen letzten Strohhalm klammern. „Jedem ist bewusst, wie schwer es ist mit Leistungssport im Münchner Raum. Aber die Politik hat sich sehr engagiert. Vielleicht gibt es noch einmal einen Schulterschluss“, hofft Trainer Mihai Paduretu ausgerechnet in der Diktion des den Sponsorenrahm abschöpfenden Fußballs auf ein Happy End „in der Verlängerung oder im Elfmeterschießen. Die Zeit ist eigentlich abgelaufen. Aber wir sind bereit, bis zur letzten Minute zu kämpfen.“

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