Keine Antennen rund um "sensible Einrichtungen"

- Zumindest auf Gebäuden der Gemeinde

Oberschleißheim (mf) - Mobilfunkmasten auf kommunalen Gebäuden lässt die Gemeinde Oberschleißheim nur unter Auflagen zu (s. Kasten unten). Bis auf Hans Negele (FW) stimmte der gesamte Bauausschuss dem Kriterienkatalog zu. Peter Benthues (CSU) wies auf ein Problem hin: So will die Gemeinde bei sensiblen Einrichtungen wie Schulen, Kindergärten oder Seniorenheim keine Antennen im Umkreis von 300 Metern haben. Doch was, wenn dort erst nachträglich eine sensible Einrichtung entsteht? "Dann müssen wir den Vertrag kündigen", erklärte Bürgermeisterin Elisabeth Ziegler (SPD). Damit dies möglich ist, entschied sich der Ausschuss für die kürzeste Vertragslaufzeit von fünf Jahren und für ein Sonderkündigungsrecht.

Der 300-Meter-Abstand gab Hans Negele (FW) zu denken, zumal die Mobilfunkbetreiber Feuerwehrhaus und das Polizeiwache als Antennenstandorte favorisieren. Dass das Feuerwehrhaus bei Einhaltung aller Kriterien möglich wäre, missfällt Negele: "Wir alle wissen nicht, ob die Strahlung schadet oder nicht. Die Schule an der Jahnstraße ist nicht so weit entfernt von der Feuerwehr und sind die Wohnungen in der Nähe der Feuerwehr nicht schützenswert?"

Elisabeth Ziegler machte darauf aufmerksam, dass jeder Hausbesitzer eine Antenne installieren lassen dürfe, da die Antennen genehmigungsfrei seien.

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