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Auf diesen Feldern nahe den Möbelhäusern soll der Schlachthof entstehen.

Zugeständnis

Keine Biogasanlage für Schlachthof Aschheim

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Aschheim – Die Option, beim Neubau eines Schlachthofes in Aschheim auch eine Biogasanlage zu bauen, ist vom Tisch. Bürgermeister Thomas Glashauser (CSU) erklärte, dass er den Investor des umstrittenen Bauprojektes darum gebeten habe, die Energiegewinnung aus Schlachtabfällen zu streichen.

Update vom 9. Oktober 2016: Soll im Aschheimer Gewerbegebiet ein Schlachthof entstehen? Diese Frage bewegte die Gemeinde in den vergangenen Wochen und sorgte für harsche Proteste. Den Tag des Bürgerentscheids über den Schlachthof in Aschheim, die Ergebnisse sowie die Reaktionen finden Sie in unserem Live-Ticker.

Im Vorfeld des Bürgerentscheids am 9. Oktober diskutiert die Gemeinde emotional darüber, ob ein Schlachthof an der Autobahn A 99 hinter den Möbelhäusern errichtet werden soll. Der Bürgermeister verspürte zuletzt vor allem eine Abneigung der Bürger gegen die Möglichkeit, auf dem elf Hektar großen Gelände mit einer Biogasananlage einen internen Kreislauf zur Wärmegewinnung aus den Abfällen zu installieren. „Ich habe ein Telefonat mit Herrn Oppenheim geführt und darauf gedrängt, die Biogasanlage aus den Planungen heraus zu nehmen“, sagt Glashauser. In der Gemeinderatssitzung gab er dann auch bekannt, dass Schlachthof-Initiator Oppenheim dem entsprochen habe. Wohin die Schlachtabfälle nun gefahren würden, müsse der Investor mit potenziellen Abnehmern erst aushandeln.

Sind wirklich 2,5 Milliionen Euro Steuereinnahmen zu erwarten?

Heftige Diskussionen gibt es auch über eine jährliche Gewerbesteuereinnahme von 2,5 Millionen Euro durch einen Schlachthof für die Gemeinde Aschheim. Diese Zahl brachte Albert Oppenheim, der Geschäftsführer von Schlachthof-Antragsteller Opus Munich GmbH, zuletzt ins Gespräch. „Dazu kann ich nichts sagen“, erklärt der Bürgermeister, der bei Gewerbesteuerzahlungen wie alle Kommunen zur absoluten Verschwiegenheit verpflichtet ist. Glashauser erklärt aber, „dass ich für mich recherchiert habe, was der Schlachthof in München an Steuern abwirft“.

Jahresumsatz von rund 250 Millionen Euro

Der Plan des Investors sieht vor, dass einige derzeit im Münchner Schlachthof sitzende Firmen nach Aschheim umziehen. Glashauser habe das Projekt aus finanzieller Sicht befürwortet, weil die kleineren Metzgereiunternehmen an so einem Schlachthof im Gegensatz zu Konzernen nicht die Möglichkeit haben, ihre Einnahmen andernorts zu versteuern. Der Bürgermeister nennt als einzige Zahl, dass ein Schlachthof in Aschheim einen Jahresumsatz von rund 250 Millionen Euro erwirtschaften könnte.

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