Kiesabbau: Kommune und Gegner ziehen an einem Strang

Aying - Die Mehrheit des Gemeinderats verständigt sich auf ein Gegengutachten zum Kiesabbau in Dürrnhaar.

Mit einer eigenen Expertise will der Ayinger Gemeinderat das Gutachten zum weiteren Kiesabbau in Dürrnhaar überprüfen lassen. Auf dieses Vorgehen haben sich die Räte mehrheitlich verständigt. Wenn möglich, soll das Gegengutachten zusammen mit der „Bürgerinitiative Dürrnhaar“ (BID) beauftragt werden, „sofern die BID ebenfalls ein Gutachten in Auftrag geben möchte, und der Gutachter die Anerkennung vor einem deutschen Gericht hat“, betonte Bürgermeister Hans Eichler (PWH).

Der gemeindliche Anwalt hat einen Fragenkatalog erstellt, der auch den Kindergarten „Wilde Wiese“ beinhaltet. Damit soll die Kommune einen Bezug herstellen, selbst betroffen zu sein. Als Betroffene könnte die Gemeinde auch den Klageweg beschreiten, der für die Gemeinde Aying „eine schwierige Geschichte“ ist.

Trotzdem mache es Sinn, ein Gutachten für eine Klageschrift zu erhalten, um vielleicht doch noch den Genehmigungsbescheid vom Landratsamt München in einigen Punkten verändern zu können. Eichler betonte, dass die denkbare Ansiedlung des Kieswerks der Firma Ganser von Kirchstockach nach Dürrnhaar hierbei außer Acht gelassen werden muss. Geklärt werden müsse das vor dem Verwaltungsgericht.

Otto Pecher von der BID führt nach eigenen Angaben derzeit intensive Gespräche, um den Auftrag für ein Gutachten zu realisieren, das rund 10 000 Euro kosten wird. Der 53-jährige Mediziner steht mit dem Helmholtz-Zentrum in Kontakt. Bürgermeister Eichler schlug vor, dass die Gemeinde 5000 Euro und damit etwa die Hälfte übernimmt.

Im Vorfeld wollen sich Gemeinde und Initiative nochmals zusammensetzen, um sich auszutauschen und um über einen gemeinsamen Weg zu sprechen. „Wir sehen uns nicht als außerparlamentarische Opposition“, versicherte Pecher. (wjr)

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