Kinder zeigen ekligem Bazillus die rote Karte

- Verkehrstheater der Polizei bringt Schülern auf spielerische Weise Regeln bei

Garching (lia) - Nur Schaden richtet der Bazillus mit seinen Anstecknadeln an, die er allen reinrammt, die ihm über den Weg laufen. "Großer Ärger mit Bazillus" heißt das neue Stück, das die Puppensspieler des Verkehrstheaters der Münchner Polizei in der Grundschule Garching Ost vorgestellt haben. Spielerisch lernen die Kinder so das richtige Überqueren der Fahrbahn hinter Bussen, Kriminalprävention und Umweltschutz. Der Obsthändler Gusti demonstrierte, wie wichtig das Anschnallen beim Autofahren ist. Vom Bazillus mit der Anstecknadel "Leichtsinn" gestochen, schnallte er sich während der Fahrt ab. Beim plötzlichen Abbremsen knallte er gegen die Frontscheibe und das Ergebnis war "ein roter Zinken". Einen Arzt sollte Moderator Günther Fenk von der Verkehrswacht München aber nicht kommen lassen: "Die zehn Euro kann ich mir nicht mehr leisten", sagte Gusti.

"Soll ich wirklich die Kasse klauen" fragte der Frosch Glubschi Glubsch, nachdem ihn der Bazillus gestochen hatte. "Nein" kam es laut von den Grundschülern und Vorschulkindern. Damit konnte der Bazillus zerstört werden. "So einfach ist es: Wenn man was machen soll was man nicht darf, dann Nein sagen", resümierte Fenk die Botschaft des Stücks.

"Es war sehr lustig. Alles hat uns total gut gefallen", sagten Christopher Seitz und Franz Hertenberger aus der 4 a begeistert. Bis zu 300 Vorstellungen vor ingesamt gut 50 000 Kindern der Grundschulen in Stadt und Landkreis München stehen jährlich auf dem Programm der Verkehrswacht. "Wir schreiben die Stücke selber und bringen jedes Jahr ein neues Programm heraus", sagt Alfred Hübner von der Verkehrswacht. Nur ein Teil der Arbeit der ausgebildeten Verkehrserzieher. Auch die Verkehrserziehung von Schnellfahrern und Rotlichtsündern sowie die Fanbetreuung bei Fußballspielen gehört zu ihren Aufgaben.

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