Kindergarten St. Christophorus wird nicht geschlossen

Neubiberg - Aufatmen können viele Eltern und die Verantwortlichen der Pfarrgemeinde Rosenkranzkönigin: Die Schließung des katholischen Kindergartens St. Christophorus ist wohl vom Tisch. Und nicht nur das: Die Mitglieder des Sozial- und Kulturausschusses haben dem Gemeinderat, der am kommenden Montag tagt, jetzt einstimmig empfohlen, bis 2015 einen Neubau zu verwirklichen. Die Zustimmung gilt als sicher.

Ein stetig abnehmender Bedarf an Kindergartenplätzen gepaart mit immens hohen Sanierungskosten des 35 Jahre alten Gebäudes: Noch im Herbst vergangenen Jahres hatte die Verwaltung in puncto Wirtschaftlichkeit dem Gemeinderat die Schließung der Einrichtung nahegelegt (wir berichteten). Auch Gedankenspiele, die Pfarrgemeinde könnte einen Neubau in Eigenregie stemmen, hatten sich schnell zerschlagen. Doch sowohl Pfarrgemeinde wie auch Kommune wollten die beliebte Einrichtung nicht einfach aufgeben und haben im Hintergrund an einer praktikablen Lösung gestrickt.

In die Hände spielt den Beteiligten letztlich die Gründung des Pfarrverbandes der Neubiberger Kirchengemeinde Rosenkranzkönigin und der Waldperlacher Pfarrei St. Bruder Klaus zum 1. Februar. Denn eines der größten Hindernisse - die für die Zukunft prognostizierten vakanten Kindergartenplätze - könnte dadurch aus dem Weg geräumt werden, wie Pfarrer Sylwester Walocha bestätigte: „Wir haben beim Kindergarten in St. Bruder Klaus eine Warteliste von derzeit 14 Kindern, die dann im Kindergarten St.Christophorus aufgenommen werden können.“

Im Gegenzug will die Gemeinde ab Herbst 2013, wenn andere Projekte we die Kinderkrippe am Floriansanger vom Tisch sind, einen Neubau für rund 1,3 Millionen Euro planen, der neben dem bisherigen Gebäude errichtet werden soll. Ob es dafür staatliche Zuschüsse geben wird, das bezweifelt Bürgermeister Günther Heyland (FW.N@U: „Unser Risiko liegt darin, dass wir dem Zuschussgeber deutlich machen müssen, das die Notwendigkeit des Kindergartens wirklich gegeben ist.“ Die sieht Elisabeth Stettmeier (FW.N@U) auf jeden Fall. Allein schon in puncto christlicher Erziehung: „In einer katholisch geprägten Gemeinde wie Neubiberg ist eine katholischer Kindergarten unverzichtbar.

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