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"Kindern eine saubere Umwelt hinterlassen"

- Bürgersolarkraftwerk nimmt Betrieb auf

Pullach - "Viel Sonne für Pullach" - mit diesem Wunsch setzte am Samstag Bürgermeister Stefan Detig (CSU) das Bürgersolarkraftwerk offiziell in Betrieb. Am Netz ist es allerdings schon seit erstem Januar, wie Peter Gloeber berichtete. Der Sprecher für den Arbeitskreis Energie der Agenda 21 Pullach begründet das mit dem neuen Energieeinspeisungsgesetz (EEG), das seit diesem Datum gilt. "Darin werden die lokalen Energieanbieter verpflichtet, einen Beitrag für Bürgerkraftwerke zu zahlen", erklärte er.

Doch die Pullacher Anteilseigner sind ohnehin weniger wegen des wirtschaftlichen Ertrags mit dabei. "Mir ist es wichtig, etwas für die Umwelt zu tun", sagt zum Beispiel Karl Zintl, der wie alle Eigner so genannte "Sonnenanteilsscheine" bekam. Zwar sei dieses Kraftwerk nur ein Tropfen auf den globalen heißen Stein. Doch untätig sein wolle er keinesfalls. Auch Kloeber wies darauf hin, dass die Anlage auf dem Pullacher Rathausdach maximal sechs Tonnen Kohlendioxid pro Jahr einsparen könne. "Das ist weltweit gesehen nicht viel", räumte er ein. Aber viele kleine Beiträge könnten sicher einen Effekt erzielen. Er deutete bereits an, Pläne für ein zweites Bürgerkraftwerk zu schmieden. Kloeber: "Der für den Betrieb eigens gegründete Verein will aber auch für andere Gemeinden aus der Umgebung Unterstützung bieten."

Projekt innerhalb von sechs Monaten realisiert

Zunächst zeigten sich aber die am Bürgerkraftwerk Beteiligten froh darüber, dass das Projekt so rasch hatte umgesetzt werden können: "Nach einigen Diskussionen wurde innerhalb von einem halben Jahr alles realisiert", lobte Agendasprecher Bert Eisel. Auch der Bürgermeister war zufrieden: "Jetzt kann ich jeden Tag auf meinem Weg ins Büro ablesen, was wir Pullacher für die Umwelt tun", sagte Detig mit Blick auf die vom ihm enthüllte Anzeigentafel am Rathaus.

Etwas weiter in die Zukunft blickte Karl Zintl: "Ich will meinen Kindern ja eine saubere Umwelt hinterlassen", sagte er. Das scheint bei ihm in der Familie zu liegen: Seine Töchter Tina und Stephanie haben ebenfalls "Sonnenanteilsscheine" erworben.Sascha Bernhardt

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