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Der allererste Eintrag: Wirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) trägt sich als Erste ein im neuen Goldenen Buch der Gemeinde Kirchheim. Hinter ihr: (v.l.) der CSU-Landtagsabgeordnete Ernst Weidenbusch, Landrat Christoph Göbel (CSU) und Kirchheims Bürgermeister Maximilian Böltl (CSU).  

Digitalbonus für den Mittelstand

Wirtschaftsministerin Ilse Aigner zu Gast beim Kirchheimer Wirtschaftsempfang: Sie erklärt, wie der Freistaat in die Zukunft geht.

Kirchheim – Der Kirchheimer Wirtschaftsempfang der Gemeinde dient dem Netzwerken heimischer Dienstleister, der Industrie und des Handwerks. 250 Menschen folgten der Einladung von Bürgermeister Maximilian Böltl (CSU) und Wirtschaftsförderer Tobias Schock. Und sie informierten sich, wie Kommunen und die Staatsregierung für eine erfolgreiche Zukunft agieren wollen.

1800 Betriebe mit rund 7300 Beschäftigten lassen 12,9 Millionen Euro Gewerbesteuer in den Kirchheimer Haushalt fließen. Die Vermittlung von insgesamt 128 000 Quadratmetern Fläche in den vergangenen zwei Jahren resultieren aus dem Engagement von Wirtschaftsförderer Tobias Schock, der auf „die Symbiose von öffentlicher und privater Hand“ setzt. Das einzelne Unternehmen und dessen Erfolg stehe im Mittelpunkt der Wirtschaftsförderung. Und es sei Aufgabe der Kommunen, mit externen Erfolgsfaktoren, wie einer attraktiven Verwaltung, Infrastruktur aber auch Nahversorgung dies zu gewährleisten, sagte Schock.

Bürgermeister Maximilian Böltl (CSU) ist stolz, dass der im Münchner Kreistag beschlossene Anschluss Kirchheims an das Radwegenetz aber auch die Buslinie zur Messe-U-Bahn nun das Gewerbegebiet und vor allem die Ammerthalhöfe aufwerten.

Während die Kommunen für ein wirtschaftsfreundliches Ambiente sorgen, ist die bayerische Politik für die größeren Rahmenbedingungen zuständig. Diese sind, so machte es die CSU-Wirtschaftsministerin Ilse Aigner als Gastrednerin deutlich, neben der Digitalisierung, die Schaffung von Gründerzentren, eine hohe Quote von Jugendlichen in Ausbildung und zugleich eine geringe Arbeitslosenquote. Hinzu komme die Absage an Substanzsteuern, wie die Vermögens- und Erbschaftssteuer, sowie eine gute Zusammenarbeit mit Absatzländern des deutschen Exports. „Ich will bei der dritten Welle der Digitalisierung dabei sein, wenn die Vernetzung mit allen Bereichen des Lebens stattfindet. Wir sind stark im Maschinenbau, im Energie- und Gesundheitssektor“, sagte Aigner. Dieses Potenzial gelte es zu nutzen. Daher steckt die Ministerin, nach eigener Aussage, zwei Milliarden Euro in die Digitalisierung, deren Zentrum in Garching liegen wird. Dass IBM sich mit „Watson IoT“ Anfang des Jahres in München niedergelassen hat, sieht Aigner als ersten Erfolg dieser Wirtschaftspolitik.

Für den Mittelstand gebe es den „Digitalbonus“ in Form von Zuschüssen und Darlehen, wofür ihr Ministerium in den kommenden Jahren weitere 80 Millionen Euro bereitstelle. Im Umfeld der Digitalisierung sind 20 neue Professuren geplant, zwölf Gründerzentren an 19 Standorten werden mit 80 Millionen Euro gefördert. „Diese lösen Dynamik aus“, ist sich Aigner sicher. 100 000 Arbeitslose weniger würden sich mit einem Plus im Sozialhaushalt in Höhe von zwei Milliarden Euro bemerkbar machen. Daran sei zu erkennen, dass „das Beste für die Sozialpolitik ist, wenn Menschen in Arbeit sind, die Wirtschaft floriert“.

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