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Fenster und Türen wurden durch die Explosion herausgedrückt. 

Rentner-Ehepaar verletzt

Unglück in Kirchheim: Gasexplosion zerstört Reihenhaus

Kirchheim - Ein lauter Knall erschütterte am Freitagvormittag die Anwohner der Hausner Straße in Kirchheim. Um 11 Uhr kam es zu einer schweren Gasexplosion in der Reihenhaussiedlung. Dabei wurden die zwei Bewohner des Hauses, ein älteres Ehepaar, verletzt.

Ein Großaufgebot an Feuerwehrfahrzeugen, Polizei, Rettungsdienst und Einsatzkräften hat sich vor dem Anwesen an der Hausner Straße versammelt. Der Weg ist voller Glasscherben. Jalousien und Vorhänge hängen zerfetzt an den von der Druckwelle zerstörten Fenstern. Auch einige Ziegel hat es vom Dach katapultiert. Ein Blick in das Wohnzimmer macht deutlich: Die Explosion hat einen gewaltigen Schaden angerichtet. Selbst Wände hat es verschoben und zerstört.

So blockierte etwa eine eingestürzte Mauer die Eingangstür, sodass die Einsatzkräfte der Feuerwehr sich durch die Fenster Zugang zum Haus verschaffen mussten, um das Ehepaar zu retten. Die 91-jährige Rentnerin erlitt Verbrennungen im Gesicht und musste ins Krankenhaus. Sie befand sich zum Zeitpunkt der Explosion in der Küche. Ihr Ehemann (86) erlitt leichte Verletzungen, da er sich im Garten aufhielt.

Anwohner unter Schock

Für die Anwohner war die Explosion ein gewaltiger Schock. Tanja Brink wollte es sich gerade auf ihrer Couch bequem machen, als sie und Familienhund Lennox von der Explosion durchgeschüttelt wurden. „Ich habe zuerst gedacht, es ist eine Bombe explodiert. Das war der absolute Wahnsinn, wie laut das war“, erzählt Brink, die mit ihrem Mann und den zwei Kindern auf der gegenüberliegenden Straßenseite wohnt. „Ich bin dann direkt raus, und kurz darauf ist auch schon die Feuerwehr gekommen.“

Diese wurde um 11.10 Uhr von den Anwohnern alarmiert. „Ich bin bei uns im ersten Stock am Fenster gestanden und habe dann die Scheiben rausfliegen sehen“, berichtet Simon Schuster, der direkte Nachbar des Ehepaars, und deutet dabei auf die Glasscherben, die überall auf dem kleinen Weg verstreut liegen.

Julius Löwenstein war zum Zeitpunkt der Explosion in seiner Garage, nur wenige Meter entfernt. „Ich habe den Luftdruck richtig gespürt, da hat alles gebebt“, sagt er, noch sichtlich bewegt.

Auslöser war eine Gasflasche

Eine Gasflasche hat die Explosion ausgelöst, meldet die Polizei. Der Ehemann habe am Donnerstag eine neue Flasche in die Küche gebracht, den Schlauch zum Herd aber nicht angeschlossen. Als die Frau am Freitag kochen wollte und das Ventilrad aufdrehte, strömte unkontrolliert Gas aus. Das Gas-Luft-Gemisch explodierte vermutlich, als die Frau versuchte, den Herdbrenner anzuzünden. Den Schaden schätzt die Polizei auf 100.000 Euro.

Das Haus ist unbewohnbar - 158 Einsatzkräfte vor Ort

Einsturzgefahr besteht laut Kreisbrandmeister Gerhard Bauer aus Aschheim nicht. Auch für die Bewohner der umliegenden Gebäude habe zu keinem Zeitpunkt Gefahr bestanden. Das betroffene Rentner-Ehepaar kommt nun erst einmal bei seinem Sohn unter.

Gegen 13.30 Uhr verließen die ersten Feuerwehrfahrzeuge den Unfallort. Der ABC-Zug München-Land stellte die Gas- und Stromversorgung ab und führte in der Umgebung Gasmessungen durch. Das Technische Hilfswerk (THW) begann mit seinen Sicherungsarbeiten im Inneren des Hauses. Insgesamt 158 Einsatzkräfte waren vor Ort. Neben THW und ABC-Zug der Feuerwehr rückten die Freiwilligen Feuerwehren aus Kirchheim, Heimstetten, Aschheim und Landsham sowie die Berufsfeuerwehr München aus, meldet die Einsatzzentrale.

Bilder: Gasexplosion in Kirchheim

Florian Prommer

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