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Um diesen Weg geht es. Er bekommt jetzt die Adresse „Am Heimstettener See“.

Gemeinderat entscheidet: „Am Fidsche“ darf nicht bleiben

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Der kleine Weg zur Wasserwacht am Heimstettner See darf nun doch nicht „Am Fidsche“ heißen. Warum, das ist eine Geschichte über falsche Kompetenzen.

Kirchheim – Damit haben die Gemeinderäte im Bauausschuss vermutlich nicht gerechnet: Ihre Idee, die Zufahrt zur Wasserwacht am Heimstettener See „Am Fidsche“ zu nennen und damit auch den See endgültig zum „Fidsche“ zu machen – sie hat im Gemeinderat keine Mehrheit gefunden. Und nicht nur das: Der Bauausschuss hätte in dieser Sache gar nicht selbst entscheiden dürfen, kam jetzt heraus.

Die SPD-Fraktion im Gemeinderat lehnte jedenfalls die Namensgebung jetzt rund heraus ab. Ein logische Konsequenz aus der Kritik schon im Ausschuss. Und so ist es nun endgültig: Der kleine Pfad wird „Am Heimstettener See“ heißen. „Ich bin zwar nach wie vor für ,Fidsche’, doch bevor es da tatsächlich Verwirrungen und Probleme mit dem Rettungsdienst gibt, müssen wir eben einen neutralen Namen wählen“, sagte Bürgermeister Maximilian Böltl (CSU). Auch er hatte sich im Bauausschuss für den „Fidsche“ ausgesprochen, hatten ihm doch zwei Alteingesessene bestätigt, dass der See schon immer diesen Namen trage – und damit der Straßenname durchaus Sinn mache.

Ursprünglich war der Antrag zur Namensgebung von der Wasserwacht, Ortsgruppe Feldkirchen, gekommen. Sie ist für den Heimstettener See zuständig und hatte argumentiert, Rettungsfahrzeuge im Notfalleinsatz hätten Probleme, die Zufahrt ohne Anschrift zu finden.

„Das kann gar nicht sein“, sagte Franz Graf (CSU), „wenn ich in mein Navi ,An der Fidsche’ oder ’Heimstettener See’ eingebe, dann zeigt das ganz klar auch die Wasserwachtstation.“ SPD-Gemeinderat Thomas Etterer ergänzte, dass die Wasserwacht sich selbst die Adresse „Am Römer Weg 1“ gegeben habe. „Das ist zwar weder offiziell noch korrekt, doch mit der Adresse findet man bei Google sofort das Wasserwachthaus. Es gibt für mich keinen Grund, dass wir dem Weg überhaupt einen Namen geben.“ Er bemängelte die schlecht vorbereitete und überhastete Namensgebung. „Nicht nur, dass der Bauausschuss nicht zuständig war, dann auch noch das ,Fidsche’ auf die Schnelle durchzuziehen, das war wirklich schwach vom Bürgermeister.“ Böltl stimmte zu, dass Fehler gemacht worden seien. Er wolle, um das Thema gütlich für alle Seiten zu beenden, den Weg „Am Heimstettener See“ nennen. Es gehe um „einen eindeutigen, für alle verständlichen Namen für einen wichtigen Weg, wo es auch um Leben und Tod gehen kann.“ Die Entscheidung für „Am Heimstettener See“ fiel mit 17:7 Stimmen.  bb

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