Vor der Verkehrsfreigabe führen Michael Huber (rechts) und Shqiprim Demhasaj noch abschließende Vermessungen durch am neuen Kreisel an der St 2082. Das erste fertige Projekt von Kirchheim 2030.
+
Vor der Verkehrsfreigabe führen Michael Huber (rechts) und Shqiprim Demhasaj noch abschließende Vermessungen durch am neuen Kreisel an der St 2082. Das erste fertige Projekt von Kirchheim 2030.

900 Wohnungen plus 300 Reihenhäuser

Jahrhundertprojekt Kirchheim 2030

  • Bert Brosch
    vonBert Brosch
    schließen

Es ist der Auftakt für das Jahrhundertprojekt Kirchheim 2030, die neue Ortsmitte: Fristgerecht ist der neue Kreisel an der Staatsstraße 2082 für den Verkehr freigegeben worden. Bürgermeister Maximilian Böltl (CSU) und Projektplanerin Martina Görner informierten die Bürger online über die nächsten Schritte.

Kirchheim – Unter dem Titel „Ihre Fragen – unsere Antworten“ veranstaltete die Gemeinde erstmals auf Facebook eine digitale Fragestunde zu Kirchheim 2030. Fragen konnten bereits vorab oder auch während der Veranstaltung über die Chat-Funktion eingereicht werden. Zahlreiche Bürger-Fragen drehten sich um das Thema bezahlbarer Wohnraum für Einheimische.

Kirchheim: 900 Wohnungen und 300 Reihenhäuser

Böltl sagte, dass im Moment die ersten Schritte für die ersten 20 Reihenhäuser unternommen würden. „Insgesamt entstehen 900 Wohnungen und 300 Reihenhäuser im gesamten Kirchheim 2030-Projekt. Davon werden 20 Prozent vergünstigt sein. Wir wollten mit den Reihenhäusern bereits im Dezember starten, das wird sich auf Februar bis März verschieben.“ Es gehe dabei um die Häuser nördlich der Vogelsiedlung und westlich des Jugendzentrums. Obgleich einige Häuser vergünstigt sein werden, rechne man im Moment, so Böltl, mit Quadratmeterkosten von bis zu 7900 Euro. „Jeder, der Interesse hat, kann sich also selbst ausrechnen, was ihn das kostet und frühzeitig Gespräche mit seiner Bank führen.“

Viele Baustellen im Ort

Andere Fragen behandelten die zahlreichen Baustellen im Ort, die einigen Bürgern recht unkoordiniert vorkommen. „Wir haben aktuell viele Baufirmen in der Gemeinde, die für die unterschiedlichsten Investoren und Bauträger tätig sind. Trotz aller kurzfristigen Einschränkungen sind wir bei allen Maßnahmen voll im Zeitplan, der Kreisel an der Staatsstraße ist sogar ein paar Tage vor der Planung fertig geworden“, sagte Görner.

Landesgartenschau 2024 ist der Zielpunkt

Böltl ergänzte, dass die Landesgartenschau 2024 einen ganz fixen Termin für alle bedeute. „An den müssen sich alle halten, darum läuft es auch so gut.“ Auf Anregung eines Bürgers will die Gemeinde Baustellen und deren Zeitdauer digital und online darstellen, bislang erfolgt diese Information über die Kirchheimer Mitteilungen alle zwei Wochen.

Angebote für junge Leute

Ein weiterer Themenkomplex waren Fragen nach der Berücksichtigung der Jugend im Kirchheim 2030-Komplex. Böltl fasste zusammen, dass man den groen Ortspark mit mehr als 100 000 Quadratmetern sehr stark mit Fitness-Parcours, Yoga-Plätzen oder Ruhezonen auf die Jugend ausgerichtet habe. „Es gibt für das JUZ eine neue Planung, und wir schaffen bezahlbaren Wohnraum mit 125 Wohnungen speziell auch für junge Menschen“, sagte Böltl.

Baubeginn am „Kirchheimer Ei“

Der letzte Bereich war das „Kirchheimer Ei“, hier soll in den kommenden Monaten Baubeginn sein. „Die gefundene Ampellösung mit der Brücke für Radler und Fußgänger sowie eine neuartige, intelligente Ampelschaltung im Zuge von Smart City ergab bei den Tests und Simulationen die beste Lösung für einen flüssigen Verkehrsstrom“, sagte Görner auf die geäußerte Kritik, die Ampeln würden vor allem Staus erzeugen. Planerin Martina Görner freut sich für 2021 darauf, „dass nun endlich das Rathaus gebaut wird“. Bürgermeister Maximilian Böltl freut sich wieder auf Baustellenführungen vor Ort: „Der Kontakt zu den Bürgern geht mir echt ab.“

Kran stürzt in Haar auf die B471 - Riesenstau die Folge

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare