Asyl: Kirchheimer Grundstücke auf dem Prüfstand

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Kirchheim - – Die veränderten Landkreisprognosen über die Zahl der Asylbewerber bleiben auch in Kirchheim nicht ohne Konsequenzen. Statt der ursprünglich prognostizierten Zahl von 344 müssen von der Gemeinde nun nur noch insgesamt 287 aufgenommen werden. Damit stehen die Grundstücke an der Erdinger Straße und dem Tannenweg auf dem Prüfstand.

„Wir müssen überlegen, wie wir darauf reagieren, um nicht über die Quote hinaus Plätze zu schaffen“, informierte Bürgermeister Maximilian Böltl die Gemeinderäte. 190 Asylsuchende sind bereits in Heimstetten und Kirchheim untergebracht. Mit den beiden für den Bau von Unterkünften vorgesehenen Grundstücken wollte Kirchheim mit jeweils 100 Plätzen in die Planungen gehen und fasste dafür auch im Gemeinderat einen entsprechenden Grundsatzbeschluss. Entsprechend den veränderten Prognosen brauche man aber nur noch 97 Plätze, um die Quote von 287 zu erfüllen. „Nun müssen wir prüfen, ob die beiden Standorte mit einer Reduktion noch realisierbar sind“, betonte Böltl. Er verwies jedoch darauf, dass Landrat Christoph Göbel im Sommer wieder mit einem Anstieg der Asylsuchenden und Flüchtlinge rechne, „und für diesen Moment müssen wir gerüstet sein. Die Gefahr, Turnhallen zu belegen, müssen wir abwenden“, sagte Böltl. Die Verwaltung muss nun eruieren, welche Konsequenzen sich daraus ergeben, wenn die bis zur Erfüllung der Quote geforderten 97 Personen an einem Standort untergebracht oder auf mehrere Standorte verteilt werden. „Wir haben bisher ja noch nichts beschlossen, sondern befinden uns in der Vorbereitung der Standorte“, resümierte Böltl. 

Sabina Brosch

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