20 Teams von verschiedenen europäischen Hochschulen fuhren beim NXP-Cup im Kirchheimer Gymnasium mit. Alle hatten den gleichen Bausatz, den sie modifizieren und programmieren durften.
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20 Teams von verschiedenen europäischen Hochschulen fuhren beim NXP-Cup im Kirchheimer Gymnasium mit. Alle hatten den gleichen Bausatz, den sie modifizieren und programmieren durften.
20 Teams von verschiedenen europäischen Hochschulen fuhren beim NXP-Cup im Kirchheimer Gymnasium mit. Alle hatten den gleichen Bausatz, den sie modifizieren und programmieren durften.
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20 Teams von verschiedenen europäischen Hochschulen fuhren beim NXP-Cup im Kirchheimer Gymnasium mit. Alle hatten den gleichen Bausatz, den sie modifizieren und programmieren durften.
Trotz monatelanger Tüftelei und Programmierung schaffte es auch das Auto von Michael Kiermeier für die Hochschule Landshut nicht um die komplette Strecke. Die empfindliche Elektronik vertrug sich nicht mit dem kleinen Hügel.
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Trotz monatelanger Tüftelei und Programmierung schaffte es auch das Auto von Michael Kiermeier für die Hochschule Landshut nicht um die komplette Strecke. Die empfindliche Elektronik vertrug sich nicht mit dem kleinen Hügel.
Matthias Geike trat mit dem Auto des Teams der Hochschule München an. Trotz vier Kameras wurden ihnen die zahlreichen Lichtreflexe in der Halle zum Verhängnis.
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Matthias Geike trat mit dem Auto des Teams der Hochschule München an. Trotz vier Kameras wurden ihnen die zahlreichen Lichtreflexe in der Halle zum Verhängnis.
Nikos Stouras studiert Elektronik an der Uni Athen. Auch das Auto seines Teams schaffte den Parcours nicht komplett.
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Nikos Stouras studiert Elektronik an der Uni Athen. Auch das Auto seines Teams schaffte den Parcours nicht komplett.

Wettbewerb für Modellautos

Autorennen in der Turnhalle

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Steile Kurven, lange Geraden und Hügel: Der Parcours in der Turnhalle am Kirchheimer Gymnasium war heftig. Viele Autos scheiterten.

Kirchheim – Moderator Steve feuert auch das 18. Auto so enthusiastisch an wie das erste: „That looks good, yeah, Now the hill – oooh what a pitty!” Ja, es sah gut aus – und dann kam der Berg. Den hat das kleine, von einer Kamera geführte Modellauto zwar gemeistert, doch direkt nach dem Hügel kommt es von der Strecke ab und schießt jetzt quer durch die Turnhalle des Gymnasiums Kirchheim. Wieder ein Team, das den Kurs des „NXP-Cups“ nicht geschafft hat und nicht zum Europa-Finale Mitte April nach Erlangen darf.

Im vergangenen Jahr fand das Finale in der Münchner NXP-Niederlassung statt. Dort knüpfte Thomas Wagner (33), Lehrer am Kirchheimer Gymnasium für Informatik und Mathematik, Kontakt zu den Organisatoren des Cups. Als er mitbekam, dass die Organisatoren einen Ort für die Ausscheidungsrennen suchten, „habe ich zugeschlagen“. Wagner leitet seit drei Jahren den „Robotik-Club“, in dem 15 Schüler der Klassen sechs bis elf vertreten sind. Sie lernen dort spielerisch programmieren und probieren Roboter-Anwendungen aus. Als Geschenk für die Austragung des Cups erhielt der Robotik-Club zwei Modellauto-Bausätze.

Kirchheimer nicht dabei

„Noch sind wir nicht so weit, aber vielleicht schaffen wir es im kommenden Jahr, dass Kirchheimer Schüler am NXP-Cup teilnehmen können“, sagt Wagner. Am Vormittag bei den Trainingsläufen war die Halle voll, viele Schüler bekamen detaillierte Einblicke ins autonome Fahrens. Am Nachmittag, mittlerweile hatten die Osterferien eigentlich schon begonnen, schauten sich echte Computer-Freaks die Rennen an. Unter ihnen Elftklässler Erik Pottgießer (17). „Ich finde das mega cool, leider wurden wir mit unseren Autos nicht fertig beim Löten und Programmieren. Aber das ist genau die Richtung, in die ich studieren und arbeiten möchte.“

In der Halle fieberten 20 Dreier-Teams der Hochschulen Düsseldorf, Landshut, München und Deggendorf, aber auch aus Athen und Krakau mit und hofften, dass ihre kleinen Autos den kniffligen Rundkurs überhaupt – und so schnell wie möglich – schaffen würden. Die Strecke sahen sie alle wenige Minuten vor dem Start zum ersten Mal. Nun zeigte sich, wer seinen Bausatz am besten programmiert und mit Sensoren aufgerüstet hatte, damit kurze und lange Geraden, enge und weite Kurven, drei schnelle Schikanen, eine große Kreuzung und vor allem der Hügel fehlerfrei bewältigt werden konnten.

Das Aus am Hügel

Ein Tastendruck am Start – und mit einer kurzen Verzögerung fuhren die mit Elektro-Servomotoren ausgestatten Autos los. Eine oder auch vier Kameras, je nach Team, sollten sie durch den Parcours lotsen. „Leider ist die Elektronik ziemlich anfällig für Erschütterungen, so wird uns der Hügel immer zum Verhängnis“, sagt Professor Mathias Rausch (55) von der Hochschule Landshut. Michael Kiermaier (23) gehört zu seinem Team, er studiert Elektrotechnik. „Das ist einfach zu empfindlich, schade“, sagt er. Sein Auto blieb nach dem Hügel stehen.

Ein ganz anderes Problem hatte das Auto der Hochschule München von Matthias Geike (22). „In der Halle sind so stark wechselnde Lichtverhältnisse und Reflektionen, damit hat unsere Kamera Probleme.“ Sein Informatik-Dozent Walter Tasin war auch enttäuscht, dass das Auto keine drei Meter weit fuhr. „Aber genau das ist es, was die Studenten hier lernen können: Teamwork, Organisation und Lösungssuche bei Problemen. Besser geht es eigentlich kaum.“

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