Noch präsenter sein will der neue Vorstand des AWO-Ortsvereins Kirchheim: (v.l.) der Vorsitzende Gerhard Steffen, Beisitzer Sabahattin Tugaltay, Angela Keck, der stellvertretende Vorsitzende Gerold Hirn, Beisitzer Stephan Keck und Kassier Rainer Ehrenberger. Foto: BB

AWO-Vorsitzender wiedergewählt

Kirchheim - Der Ortsverein der Arbeiterwohlfahrt (AWO), der neben Kirchheim auch für Feldkirchen und Aschheim zuständig ist, hat bei seiner Jahreshauptversammlung eine neue Vorstandschaft gewählt. Vorsitzender bleibt - mangels Alternative - für weitere vier Jahre Gerhard Steffen (64).

„Leider werden auch wir bei der Arbeiterwohlfahrt immer älter - und da sich keiner unbedingt für das Amt des Vorsitzenden aufgedrängt hat, dachte ich mir, dann mach‘ ich es eben nochmal vier Jahre“, sagt Steffen, der als Rechtsanwalt in Kirchheim tätig ist. Gemeinsam mit seinem Stellvertreter Gerold Hirn und Kassier Rainer Ehrenberger sowie 59 Mitgliedern will er künftig deutlich aktiver in den drei Orten auftreten. Ziel der AWO ist es, hilfesuchenden und benachteiligten Menschen beizustehen und ihre Lebenssituation zu verbessern. Die Grundwerte der AWO lauten Solidarität, Toleranz, Freiheit, Gleichheit und Gerechtigkeit. An ihnen orientiert sich die Arbeit des Kreisverbands München-Land, der Träger ist von rund 70 sozialen Einrichtungen im Münchner Umland. So etwa vom Kindergarten „Blauland“ mit Integrationsgruppe in der Kirchheimer Rupprechtstraße. Dort befindet sich im Untergeschoss auch der AWO-Raum, in dem mehrfach im Jahr das beliebte Senioren-Kaffeekränzchen mit Bingo stattfindet. „Das wird von den Senioren im Ort wirklich sehr gut angenommen, eine Dame ist schon über 90 und kommt regelmäßig“, sagt Steffen.

In diesen Räumen wird ab sofort auch der Kirchheimer Asyl-Helferkreis seinen Unterschlupf finden. „Gerlinde Reichart, mit der wir immer sehr eng zusammenarbeiten, war auf der Suche für ihre Helfer nach einem neuen Treffpunkt und bei uns gibt es ja Platz für bis zu 40 Menschen. Eventuell können wir dann dort auch eine Rechtsberatung für Flüchtlinge anbieten“, sagt Steffen.

Neben den gewohnten AWO-Aktivitäten, wie der Frühjahrs-Sammlung oder der Teilnahme am Dorffest gemeinsam mit den Jusos, möchte der Ortsverein ab Mai an der Benzstraße eine Kleiderkammer im Stil der bereits fünf „Klawotte“-Kleiderkammern im Landkreis eröffnen. „Die Nachfrage nach gebrauchten Kleidern ist doch sehr groß, gerade von den Flüchtlingen, und die Menschen spenden auch gerne dafür. Wir werden bestimmt keine Konkurrent zum Kleider-Café im Bürgerhaus sein, sondern eine Ergänzung der Angebots.“ Bert Brosch

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