Verdienter Feuwehrmann: Beim Kreisfeuerwehrtag vor zwei Jahren wurde Mario Rosina (M.) von Kreisbrandrat Josef Vielhuber und Landrat Christoph Göbel (r.) zum Ehrenkreisbrandmeister ernannt. archivFoto: sw
+
Verdienter Feuwehrmann: Beim Kreisfeuerwehrtag vor zwei Jahren wurde Mario Rosina (M.) von Kreisbrandrat Josef Vielhuber und Landrat Christoph Göbel (r.) zum Ehrenkreisbrandmeister ernannt. (Archivfoto)

„Sind alle geschockt“

Beliebt, bekannt, unvergessen: Feuerwehren im Landkreis trauern um Mario Rosina

  • Bert Brosch
    vonBert Brosch
    schließen

Es ist ein Schock für viele Kameraden im Landkreis: Ehrenkreisbrandmeister Mario Rosina ist am Sonntag überraschend gestorben. Er wurde 66 Jahre alt.

Kirchheim – Kirchheims Feuerwehrkommandant Franz Fischer kann es einfach nicht glauben. „Der Mario war immer so fit und fidel, erst im April haben wir ihn in den Feuerwehrruhestand verabschiedet.“ Jetzt müssen seine Kameraden für immer Abschied nehmen von Mario Rosina, einem langjährige Mitglied der Kirchheimer Wehr, dem Gründer der Jugendfeuerwehr und der „Mister Atemschutz“ auf Landkreis-Ebene. Er verstarb am Sonntagabend im Alter von 66 Jahren.

Auch Kreisbrandrat Josef Vielhuber konnte die traurige Nachricht kaum fassen. „Ich kannte ihn ja über 30 Jahre, 1989 begann er als Kreisausbilder für den Atemschutz, 2007 ernannte ich ihn zum Kreisbrandmeister. Er lebte für die Feuerwehr und war maßgeblich an der heutigen Ausbildung beim Atemschutz verantwortlich“, sagt Vielhuber. Rosina sei auf drei Gebieten sehr engagiert gewesen: Als Schiedsrichter-Obmann bei der Leistungsprüfung, hier war er streng, aber fair. An die Jugend konnte es seine eigene Begeisterung für die Feuerwehr-Tätigkeit nicht nur in seinem Heimatort, sondern auch auf Kreisebene weitergeben. „Und schließlich war er bei Atemschutz langjähriger, kompetenter Ausbilder und maßgeblich am hohen Standard der 2014 in Haar umgebauten Atemschutz-Anlage beteiligt“, so Vielhuber. Von ihm stamme die vierstufige Atemschutz-Ausbildung von der Grundausbildung über Brandsimulation, Rauchgas-Durchzündung, dem Flashover, bis hin zur Wärme-Gewöhnung. Rosina habe tiefe Spuren hinterlassen gleichzeitig die Ausbildungs-Messlatte hoch gesetzt. „Wir werden ihm ein ehrendes Andenken hinterlassen.“

„Der Mario war immer fröhlich, lustig und für alle zugänglich“

Für Franz Fischer ist mit Rosina nicht nur ein guter Kamerad, sondern auch ein enger Freund gestorben. „Bei ihm habe ich meine Grundausbildung bekommen, dieses Jahr hätten wir das 30-Jährige der Jugendfeuerwehr noch feiern wollen, die Mario gegründet hat“, sagt Fischer. Rosina trat 1987 in die Feuerwehr Kirchheim ein, absolvierte die Grundausbildung, zahlreiche Lehrgänge zum Maschinisten, Atemschutzgeräteträger und Gruppenführer. „Durch sein hohes Engagement bei Einsätzen und Übungen wurde er schnell zu einer wichtigen und verlässlichen Einsatzkraft für unsere Feuerwehr. Den stetigen Wandel der Dorffeuerwehr in den 90er-Jahren hin zu einer Universalwehr mit zahlreichen neuen Aufgaben gestaltete Rosina aktiv mit“, erinnert sich Pressesprecher Wolfgang Dasch. „Der Mario war immer fröhlich, lustig und für alle zugänglich, vor allem war er für jeden Spaß zu haben.“ Fischer erinnert sich vor allem an einen Abend vor vielen Jahren: ans Feuerwehr-Ballett. „Da war er sogar bereit seinen über alles geliebten Zwirbelbart abzurasieren“, sagt Fischer.

Neben der Feuerwehr gehörte seine Freizeit dem Trike-Fahren und natürlich seiner Familie mit zwei Kindern und Enkelkindern. Wann und wie die Beerdigung stattfindet, steht noch nicht fest. Aufgrund Rosinas Beliebtheit würde jede der Landkreis-Feuerwehren wohl mindestens einen Vertreter entsenden. Ob und wie das im Corona-November möglich ist, kann noch niemand sagen. „Heute sind wir erst einmal alle geschockt“, sagt Franz Fischer ganz leise.

Auch interessant

Kommentare