Die „Casa Andrea“ hat nur am Dorffest geöffnet – umso begehrter sind die selbst hergestellten Leckereien, heuer waren es italienische Antipasti.h
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Die „Casa Andrea“ hat nur am Dorffest geöffnet – umso begehrter sind die selbst hergestellten Leckereien, heuer waren es italienische Antipasti.
Handarbeit: Stephanie Kraus (l.) und Angelika Brunner verkaufen die von den Flüchtlingsfrauen in der Räterstraße hergestellten Taschen.
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Handarbeit: Stephanie Kraus (l.) und Angelika Brunner verkaufen die von den Flüchtlingsfrauen in der Räterstraße hergestellten Taschen.

Natürlich regional

Dorffest im Zeichen des Umweltschutzes

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Im Kirchheimer „Jahr der Umwelt“ tauchten das Dorffest, die Aussteller und deren Produkte völlig in das Motto ein.

Kirchheim –  Zwischen Maibaum und Kirche gestalteten 40 Vereine und Institutionen den Pfarrer Caspar-Mayr-Platz in einen Festplatz „natürlich.regional“.. Zwischen Maibaum und Kirche gestalteten 40 Vereine und Institutionen den Pfarrer Caspar-Mayr-Platz in einen Festplatz „natürlich.regional“.

Traditionell mit drei krachenden Salutsalven der Kirchheimer Böllerschützen und drei Schlägen aufs Bierfass eröffnete Bürgermeister Maximilian Böltl das dreitägige Fest. Ganz im Zeichen von Natur und Regionalität boten 40 Vereine, Einrichtungen und Organisationen an 30 Ständen nicht nur Spiel und Spaß für Jung und Alt, sondern lenkten mit ihrem Angebot und Produkten den Blick auf Umwelt und Nachhaltigkeit. „Ein Thema“, das so Böltl, „in der kommunalen Arbeit oft zu kurz kommt, aber unsere Umwelt müssen wir schützen!“ Als Ort des gemeindlichen und herzlichen Miteinanders sehe er es als Aufgabe, dass Kirchheim die Vielfalt der Natur erhalte und Lebensqualität schaffe.

Auch die Musik ist regional

Ausschließlich regional war auch die Musik mit Musikkapelle, Zithermusi, Hausner Bigband, Gospelchor St. Andreas und lokalen Bands. Auch einige Aussteller auf dem Festplatz haben sich das Motto natürlich.regional zu eigen gemacht, wie etwa die Großtagespflege „Brezn-Beißer-Bande“. Deren Leiterin Andrea Bosch kochte Erdbeer- und Pfirsich/Aprikosen-Marmeladen ein und hatte Obstweine aus Zwetschgen, Erd- und Johannisbeeren sowie Cidre produziert. „Wir wollten neben dem Bastelangebot unseren Beitrag zur Regionalität leisten“, sagt ihre Tochter Magdalena Bosch.

St. Andreas bastelt

Die 20 „Bastelfrauen St.Andreas“ sind zwischen 55 und 80 Jahren alt und treffen sich normal alle 14 Tage zum Töpfer, Schneidern, Nähen und Ratschen. „Vor Großveranstaltungen, wie Ostern, Kirchweih oder dem Dorffest treffen wir uns fast täglich und produzieren vor“, sagt Helga Feilkas. Großen Zuspruch fanden ihre selbst gemachten Liköre, Marmeladen und Sirupe, Töpferwaren, Deckchen, Taschen und Garten-Verschönerungen.

Ein paar Meter weiter hatte wieder einmal die „Casa Andrea“ in der Pfarrei geöffnet. Lange Schlangen stellten sich geduldig an, um einen Teller mit leckersten italienischen Vorspeisen oder Bio-Käse aus dem Allgäu zu ergattern, die das zehnköpfige Team um Mariannes Hausladen und Angela Scheidtmann selbst gekocht und zusammengestellt hatte. Über 150 Portionen wurden binnen weniger Stunden verkauft. Der Reinerlös kommt ebenso wie bei den Bastelfrauen karitativen Einrichtungen zugute.

Flüchtlingsfrauen nähen Taschen

Angelika Brunner vom Helferkreis Asyl bastelt und näht seit Monaten mit den Flüchtlingsfrauen im Haus an der Räterstraße. Das Ergebnis in Form von Taschen präsentierten sie am gemeinsamen Stand mit dem Hospizverein. „Wir bekommen die Stoffe gespendet, ich muss nur ein bisschen anleiten, die meisten Frauen können hervorragend nähen“, berichtete Brunner.

Eine besondere Art der Mitgliederwerbung zeigte die Tennisabteilung des SV Heimstetten. Direkt vor dem Rathaus hatten die Mitglieder ein Netz gespannt und Team-Spieler lieferten sich Spaß-Matches. Daneben konnten Kinder sich an der Tennis-Kinder-Olympiade versuchen und die Großen ihre Aufschlaggeschwindigkeit messen lassen. Bürgermeister Böltl erntete für seine 101 Stundenkilometer ein höfliches „Ganz gut!“ – mit Crack Yannik, der 171 Stundenkilometer erreichte, konnte sich sowieso kein anderer messen.

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