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Schreibwerkstatt in Kirchheim

Wenn Profis und Laien ihre Texte vorstellen

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Kirchheim - Ihre „Bücher“ heißen Kaleidoskop, Füllhorn und Potpourri. Auf 80 Seiten sind dort die Werke der Kirchheimer Autoren der Schreibwerkstatt zu lesen.

Auszüge daraus waren beim dritten literarischen Stelldichein in der Cantate-Kirche zu hören, musikalisch umrahmt von der Band „Louva Marguerite“. Ob Gedichte, Reime oder Kurzgeschichten, Alltägliches oder Nachdenkliches, in der Schreibwerkstatt findet alles seinen Platz. Initiiert von Ingrid Langschwert vor knapp fünf Jahren treffen sich „die Schreibwütigen und Hobbyliteraten“, wie sie sich nennen, einmal monatlich.

Meist sind es zwischen sechs und zehn Schreib-Amateure, die dann über 90 Minuten ein von Langschwert vorgegebenes Thema literarisch verarbeiten. Im vergangenen Jahr holten sich die Autoren kreative Anregungen auf ihrer Literaturreise nach Kreta, sechs Tage Sonne und Meer „haben wundervolle Geschichten hervorgebracht“, berichtet Langschwert. Es geht um das Lernen von- und miteinander, nicht um literarische Meriten. Sich gegenseitig verbessern und anregen, oder auch nur ums gemeinsame Stöhnen darüber, wenn Langschwert einen Stein auf den Tisch legt mit den Worten: „Lasst Euch mal etwas Schönes einfallen!“

Geht es auch nicht um den Gewinn des Pulitzer-Preises, so hat die Hobby-Autorin Kerstin Niederbäumer dennoch bereits mit ihrer Geschichte „Gans oder gar nicht“ eine erste Auszeichnung erhalten. Die Kirchheimerin errang den sechsten Platz beim „Putlitzer Preis“, der alljährlich von den „42erAutoren“, einem Verein zur Förderung der Literatur in Putlitz, vergeben wird.

„Über 200 Teilnehmer waren es, da bin ich über meinen Platz natürlich sehr stolz“, sagte Kerstin Niederbäumer. Auch in diesem Jahr trug Waltraud Lederer die Stücke vor, stets einfühlsam, pointiert und mit viel Sprachgefühl.

Als „Ehrengast“ beteiligte sich Alois Prinz mit zwei eigenen Kurzgeschichten. „Es ist eine große Ehre für uns, dass er da ist“, freute sich Langschwert. Schließlich ist Schriftsteller Prinz, Ehemann von Cantate-Pfarrerin Susanne Kießling-Prinz, mit seinen Biographien über Hannah Ahrend, Ulrike Meinhof, Josef Goebbels und Teresa von Avila weit über Kirchheims Grenzen hinaus bekannt und anerkannt. Die Band „Louva Marguerite“ umrahmte den literarischen Abend mit temperamentvollen Rhythmen, vereint mit sanfter Poesie.

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