An der Taxetstraße soll der neue Gewerbepark entstehen. Derzeit ist dort das Gleisbauunternehmen Knape ansässig, das aber bis Oktober auszieht.
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An der Taxetstraße soll der neue Gewerbepark entstehen. Derzeit ist dort das Gleisbauunternehmen Knape ansässig, das aber bis Oktober auszieht.

An der Taxetstraße

Ein weiterer Gewerbepark für Kirchheim: Das ist geplant

  • Bert Brosch
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BIs Ende 2022 will ein Immobilienentwickler an der Taxetstraße in Kirchheim auf gut 13 300 Quadratmetern einen neuen Gewerbepark bauen. Die Pläne hat er nun vorgestellt.

Kirchheim – Der Immobilienentwickler „Panattoni“, spezialisiert auf Industrie und Logistik, baut mit dem Vermögensverwalter „Montis Real Estate“ an der Taxetstraße in Kirchheim einen neuen Gewerbepark. Auf gut 13 300 Quadratmetern sollen bis Ende 2022 Büros, Logistik- und Produktionsflächen entstehen.

Im Moment wird das 16 000-Quadratmeter-Gelände noch vom Gleisbauunternehmen Knape genutzt, ab Oktober sollen aber alle Gebäude und Gleisanlagen rückgebaut werden. Dort werden auf 4250 Quadratmetern Logistik- und Produktionsflächen entstehen und auf 3800 Quadratmetern Arbeits- und Büroflächen, auf weiteren 3800 Quadratmetern kommen Büros und flexibel nutzbare Fläche unter. Die Zielgruppe für „Panattoni“ sind kleine bis mittelständische Unternehmen sowie schnell wachsende Start-ups. Im Moment wartet die Gemeinde noch auf den Bauantrag.

„Mit dem Konzept kann unser Wirtschaftsstandort weiter aufgewertet werden“

Laut „Panattoni“ sind gerade in den urbanen Lagen Flächen kaum zu haben oder zu teuer. Mit dem innovativen Konzept „City Dock“, das die Firma in Kirchheim zum achten Mal in Deutschland realisiert, schaffe man Gewerbeflächen am Rande der Ballungszentren. Die neuartigen Businessparks stehen Nutzern aus den Bereichen Handel, Gewerbe und Produktion zur Verfügung. Flexibel aufgeteilt werden soll das dreigeschossige Gebäude an der Taxetstraße in sechs bis zwölf Einheiten mit einer Höhe von je acht Metern. Der Projektentwickler setzt nach eigenen Angaben auf eine umfangreiche Begrünung der Fassaden und des Dachs, zudem installiert er eine Photovoltaikanlage zur emissionsarmen Energieversorgung. Ebenfalls vorgesehen sind Einrichtungen zur Förderung der natürlichen Artenvielfalt, wie Insektenhotels.

„Mit dem Konzept für einen modernen Gewerbepark kann unser Wirtschaftsstandort weiter aufgewertet werden – ein tolles Zeichen für den Aufschwung, der jetzt nach Corona kommen muss“, sagt Bürgermeister Maximilian Böltl (CSU). Die nachhaltige Bauweise zeige, dass ökonomische und ökologische Interessen in Einklang gebracht werden könnten. „Wir erweitern damit unser Angebot an Gewerbeflächen im Bestand und verzichten auf neuen Flächenverbrauch“, führt Böltl aus. Auf Wunsch der Gemeinde, die keine weitere großflächige Logistik im Ort ansiedeln will, plant „Panattoni“ kleinteilige Gewerbeflächen.

Als weitere Nachhaltigkeitsmaßnahme implementiert Projektentwickler „Panattoni“ erstmalig in einem Gewerbepark die innovative Luftfilteranlage „CityTree“ des Start-ups „Green City Solutions“ aus Berlin. Die Anlage soll die Feinstaubbelastung auf dem Areal um fast 50 Prozent reduzieren. Verschmutzte Luft werde dabei von integrierten Ventilatoren angesaugt und durch natürliche Luftfilter (Moosmatten) gereinigt. Damit könne ein „CityTree“ bis zu 3500 Kubikmeter Luft pro Stunde filtern.

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