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Zufrieden mit den Sanierungs- und Umbauarbeiten sind (v.l.)v.l. Pfarrer Werner Kienle, Architekt Rainer Baumann, Bauleiter Thomas Heimair, Kirchheims Bürgermeister Maximilian Böltl und Kornelius Hödl vom Kirchheimer Bauamt. 

Sanierung für vier Millionen Euro 

Einzug in den Kindergarten St. Franziskus

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Kinderbetreuung ist für viele Kommunen ein wichtiges, aber auch schwieriges Thema. Denn oft gibt es nicht genügend Plätze. In Kirchheim ist der Bedarf nun fast gedeckt.

KirchheimIn wenigen Tagen ist der Kindergarten St. Franziskus in Kirchheim bezugsfertig. Zwei Jahre lang hatte die Gemeinde das Bestandsgebäude saniert, aufgestockt und angebaut. Und dafür vier Millionen Euro investiert. Mit der nun fertig gestellten Einrichtung hat die Gemeinde Kirchheim den Bedarf an Krippenplätzen fast gedeckt und derzeit nur noch zehn Kinder auf der Warteliste, teilt sie mit.

Neben großen schattenspendenden Bäumen und Sträuchern steht sogar bereits der meterhohe Maibaum im Freigelände. Die schon hergerichtete Spielfläche ist nur einer der Vorteile, wenn ein bestehender Kindergarten generalsaniert wird. Zu der vor zwei Jahren ursprünglich geplanten Ertüchtigung von Brandschutz und Energetik ergaben sich zusätzlich notwendige Sanierungen bei der Statik und der Leitungstechnik. „Es gab viel mehr zu tun, als wir uns eigentlich vorgenommen hatten“, sagte Bürgermeister Maximilian Böltl (CSU) im Fazit. „Das Gebäude aus den 1970er-Jahren war in teilweise schlechterem Zustand als angenommen“, fügte Architekt Richard Baumann an. Er hat die großzügig konzipierten Räume – sie sind rund 70 Quadratmeter groß – beibehalten und auf den ebenerdigen Bestand des Hauses ein neues Stockwerk gesetzt.

Dort, wo bis vor einem Jahr noch ein Container stand, steht nun der Anbau. Somit haben jetzt vier Kindergarten-Gruppen mit je 25 Buben und Mädchen sowie zwei Krippen-Gruppen mit je zwölf Kindern Platz. Insgesamt gibt es 37 Plätze mehr als früher. „Eine Hortgruppe ist noch nicht besetzt, was auch Sinn macht, denn viele Kinder kommen ja auch im Laufe des Jahres hinzu“, sagte Pfarrer Werner Kienle vom kirchlichen Träger. Alle sechs Räume haben eine kleine Küche, bekommen, dazu einen riesigen Bewegungsraum, zwei Kreativräume sowie einen Personalraum mit kleiner Dachterrasse. Die Räume sind aufgrund breiter Fensterfronten luftig und hell. Sogar die kleinen grünen Bettchen für die Krippen-Kinder stehen schon bereit. „Die Kinder sind bereits ungeduldig“, sagte Kienle, „und freuen sich auf den Umzug.“ Dass die Gemeinde sich die Betreuung der Jüngsten etwas kosten lässt, freut den Pfarrer besonders. „Nicht überall ist es eine Selbstverständlichkeit, dass Küchen eingebaut sind und so auf Details Wert gelegt wird, es etwa eine komplette Akustikdecke gibt. Da sind wir schon sehr dankbar.“ Das großzügige Raumangebot lässt zudem Spielraum für Vorschulkinder oder spezielle Kreativ-Angebote. „Die Kinder sind ja mittlerweile bis zu acht Stunden bei uns, da muss neben dem pädagogischen auch das spielerische und kreative Angebot stimmen.“ Schwierig allerdings ist die Personalsituation. Momentan seien die Gruppen sehr gut abgedeckt, aber wenn die weitere Krippen-Gruppe komme, sei eine zusätzliche Erzieherstelle zu besetzen. Böltl habe zwar Unterstützung durch zwei gemeindliche Springerkräfte zugesagt, „jedoch ist die Suche von Fachpersonal wirklich ein Problem“, sagte Kienle.

Zwei Jahre waren die Kinder in einem Provisorium am Sportplatz untergebracht, „das wir zum Glück groß und solide gebaut haben“, sagte Böltl. Denn wenn die Franziskus-Kinder ausziehen, kommen die nächsten Bewohner, die Kleinen vom Kindergarten St. Elisabeth. Dessen Erweiterung und Generalsanierung folgt.  sab

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