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Hier geht nichts mehr: Die Hausner Moosstraße wird für den Verkehr gesperrt. Nur land- und fortwirtschaftliche Fahrzeuge sowie Anlieger dürfen hier fahren. 

Gemeinde macht zwei Schleichwege dicht

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Zu viel Verkehr auf kleinen Straßen. Da muss sich was ändern, fand die Kirchheimer CSU-Fraktion. Und hat recht bekommen.

KirchheimDie Hausner Moosstraße und die Flurstraße, von Kirchheim in Richtung Abfanggraben und Speichersee, dürfen nur noch von land- und forstwirtschaftlichem Verkehr sowie von Anliegern genutzt werden. Das haben die Kirchheimer Gemeinderäte im Bauausschuss mehrheitlich beschlossen und folgen damit einem Antrag der CSU. Sie hatte moniert, dass zu viele Auto- und Lkw-Fahrer diese kleinen Straßen nutzen.

Gemeinderat Hans Hausladen (CSU) schimpfte: „Auf den Wegen ins Moos war immer schon viel Verkehr an Wochenenden – doch seit der Sperrung der B 471-Brücke bei Ismaning ist jeden Tag richtig viel los.“ Seine Fraktion hatte das Aufstellen von Verkehrsschildern beantragt, mit dem Hinweis „Verbot für Kraftfahrzeuge aller Art“, geltend für die Hausner Moosstraße und die Flurstraße, jeweils ab dem Ortsausgang. Fraktionssprecher Frank Holz begründete dies damit, dass das Gebiet um den Abfanggraben ein wertvoller Grünzug sei, in dem man gerne spazieren gehe. „Sehr zum Leidwesen der Spaziergänger und Sportler nimmt dort aber der Verkehr stetig zu, sogar schwere Lkw wurden beobachtet. Deren Fahrer haben die ruhigen Parkplätze als Übernachtungs-Möglichkeiten entdeckt“, sagte Holz.

Die Verwaltung erläuterte, dass die Hausner Moosstraße von der Alten Brennerei bis zum Abfanggraben eine Ortsstraße ist, vom Abfanggraben bis zu den Fischteichen ein öffentlicher Feld- und Waldweg. Die Flurstraße ist von der Einmündung Erdinger Straße bis zum Abfanggraben eine Ortsstraße, von dort bis zum Speichersee heißt der Weg „Kirchheimer Moosstraße“ und ist öffentlicher Feld- und Waldweg. Die Flurstraße erschließt die Wohnbebauung und das Gewerbe im Moos.

Franz Glasl (CSU) wollte wissen, ob es Parkplätze für die Fahrzeuge der Erholungssuchenden und Fußgänger geben werde, die dann ja nicht mehr ins Moos fahren dürften. Bürgermeister Maximilian Böltl (CSU) antwortete, dass man untersuchen müsse, wie groß der tatsächliche Bedarf sei. Und er warnte davor, wild zu parken. Immerhin gebe es in Kirchheim ab Oktober die kommunale Verkehrsüberwachung.

Marcel Prohaska (SPD) verwies auf die Aschheimer Modellflieger. Der Modell-Flugplatz liegt an der Hausner Moosstraße und viele fahren mit dem Auto dorthin, um ihre Fluggeräte zu transportieren. Böltl sagte, dass der kleine Flugplatz zwar über die Hausner Moosstraße angefahren werde, der Platz selbst aber auf Aschheimer Flur liege. „Die müssen dann eben einen Weg von Aschheim dorthin finden.“

Mit deutlicher Mehrheit beschlossen die Gemeinderäte im Ausschuss, die Hausner Moosstraße zum beschränkt-öffentlichen Feld- und Waldweg abzustufen. Zudem wird die Ortstafel zurückversetzt bis zur nördlichen Gebäudekante der Fuchshalle auf Höhe des Endes der Tempo- 30-Zone. Auf der Flurstraße ab dem Ortsausgang bis zum Abfanggraben ist die Durchfahrt für „Anlieger“ erlaubt, also für Bewohner oder Besucher der Häuser und Firmen. Böltl verwies ausdrücklich darauf, dass Spazieren gehen kein Anliegen sei. Wer also dort Spazieren gehen möchte, muss sein Auto vorher abstellen. Die Polizeiinspektion Haar teilte allerdings mit, dass sie nicht überprüfen könne, wer genau ein berechtigtes Anliegen habe und wer nicht.  bb

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