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Mut ist gefragt , wenn einer der Perchten den persönlichen Kontakt sucht. 

Gruselige Gesellen treiben den Winter aus

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Gute Nerven brauchen die Zuschauer beim Perchtenlauf im Innenhof des Räter-Einkaufszentrums in Kirchheim.

Kirchheim Der sechste Perchten- und Krampuslauf im Innenhof des Räter-Einkaufszentrums (REZ) übertraf mit 25 Gruppen aus Deutschland und Österreich und fast 300 Maskierten die Zahl der Teilnehmer in den Vorjahren deutlich. Seit Jahren wird die Veranstaltung von Tobias Graf organisiert, gemeinsam mit Fritz Humpelmayr von der REZ-Hausverwaltung sowie „DJ Mad Mike“.

Sophie (5) ist gemeinsam mit ihrer Nachbarin Sarah (10) und den Eltern aus Pliening nach Kirchheim gekommen. Beide Mädchen lassen sich sogar im Arm eines großen Monsters fotografieren. „Die waren bei uns im Kindergarten, haben das alles erklärt und da habe ich gesehen, dass das ganz nette Männer und Frauen sind, die sich nur verkleiden“, sagt Sophie. Freundin Sarah ist ehrlich und sagt, dass sie sich niemals mit so einem riesigen Teufel, auch wenn er ganz weiß ist, zum Foto gestellt hätte. „Aber wenn die Sophie das macht, dann kann ich ja schlecht Nein sagen.“

Die meisten Gruppen, die Tobias Graf nach Kirchheim geholt hat, kommen aus Österreich. 25 Passen mit fast 300 Maskenträgern waren es, die sich durch ein langes Spalier von Menschen bewegten, rund um den riesigen Weihnachtsbaum, angestrahlt von unzähligen LED-Scheinwerfern, die Farben und Blitzen aussandten, begleitet von lauter Rockmusik. Immer wieder lockt das Publikum die Teufel, Hexen und Monster. Doch wenn diese dann mit vollem Tempo, lautem Gebrüll und blutrot blinkenden Augen in Richtung Absperrungen rannten, dann zuckten auch die mutigsten Lausbuben zurück, und viele Eltern warn froh, dass die Monster mit dicken, rostigen Ketten um den Bauch von anderen Teufeln gebremst wurden. Mit Glocken, Schellen und Rätschen treiben die Perchten den Winter und das Böse aus dem Land, den Rest erledigen die Hexen mit ihren Besen. 

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