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Die alte, marode Schule wird abgerissen. Der Neubau darf nicht teurer als 75 Millionen Euro werden. Das ist nun beschlossene Sache. 

Zweckverband beschliesst Obergrenze für Neubau in Kirchheim

Gymnasium: Kostendeckel von 75 Millionen Euro

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75 Millionen Euro – und keinen Cent teurer soll das neue Gymnasium in Kirchheim werden. Der Zweckverband weiterführender Schulen hat einen Kostendeckel beschlossen. Schließlich standen schonmal 88 Millionen Euro im Raum.

Kirchheim – Das neue Kirchheimer Gymnasium darf nicht mehr als 75 Millionen Euro kosten. Diese Summe hat der Zweckverband weiterführende Schulen nun per einstimmigem Beschluss festgesetzt. Der Antrag zur Kostendeckelung kam von Annette Ganssmüller-Maluche (SPD). „Um eine gute Schule zu bauen, muss man nicht jedes Geld freigeben“, betonte die stellvertretende Landrätin. „Ich möchte verhindern, dass die Kosten durch die Decke gehen.“ 

Dass die Verbandsräte ihr einstimmig folgten, habe sie aber doch überrascht. Nicht so den Zweckverbandsvorsitzenden und Kirchheims Bürgermeister Maximilian Böltl (CSU), der auf Nachfrage betonte, dass der Kostendeckel nicht neu, sondern stets klares Ziel des Zweckverbandes gewesen sei. Dieser wurde beim formellen Beschluss zur Beauftragung des Architekten bekräftigt.

Ganssmüller-Maluche wollte jedoch einen belastbaren Beschluss und auch den klaren Auftrag an die Planer, die Obergrenze als Grundlage für ihre weiteren Pläne geben. Das Limit von 75 Millionen Euro können die Experten nun nicht so ohne Weiteres überschreiten. 

Sie sei sich natürlich bewusst, dass die Arbeit der Planer damit nicht einfacher würde, sagte Ganssmüller-Maluche. Es könne bedeuten, dass die Schule Abstriche machen muss, wenn Mehrkosten für zwingend erforderliche Maßnahmen an einer anderen Stelle entstehen sollten. „Wir waren ja schon mal bei 88 Millionen“, sagte sie. Diese Kostenschätzung wurde dann nach massiver Kritik auf 75 Millionen Euro gekürzt . „Daher erschien mir dieser Wert als realistisch“, sagte Ganssmüller-Maluche. 

Allerdings war diese Reduzierung nur durch den Wegfall eines Puffers für unkalkulierbare Risiken möglich. Nicht schlimm, urteilte der Zweckverband. Der Puffer sei nicht notwendig, da die kalkulierten Kosten sich stets an den oberen Werten orientierten. In der Sitzung im Februar beurteilte der Zweckverband die Summe von 75 Millionen Euro als im richtigen Verhältnis stehend zu anderen Schulen, die in den vergangenen Jahren im Landkreis errichtet wurden.

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