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Der Jubel kennt keine Grenzen bei den Schülern des Gymnasiums Kirchheim, als sie gestern vom zweiten Platz beim Deutschen Schulpreis erfuhren. 

Zweiter Platz beim Deutscher Schulpreis 

Gymnasium Kirchheim unter Deutschlands Besten

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Der Jubel ist riesig in Kirchheim: Das Gymnasium zählt zu Deutschlands besten Schulen. Die Bundeskanzlerin gratulierte persönlich.

Kirchheim – Der Jubel kennt keine Grenzen am Gymnasium Kirchheim: Die Schule zählt zu den besten in Deutschland und hat den zweiten Platz beim Deutschen Schulpreis 2017 belegt. Die Auszeichnung gilt als die bedeutendste und höchstdotierte für Schulen in Deutschland. Rektor Matthias Wermuth, Konrektorin Lilly Nürnberger, sechs Schüler und der Vorsitzende des Elternbeirats nahmen die Auszeichnung – damit verbunden sind stattliche 25 000 Euro Preisgeld – gestern von Bundeskanzlerin Angela Merkel persönlich in Berlin entgegen.

Um punkt 13.30 Uhr wurden die Gewinner gestern offiziell verkündet. Studiendirektor Torsten Oehl, der aktuell in Kirchheim die Stellung hält, während die Delegation in Berlin ist, war begeistert: „Wir sind alle völlig von den Socken“, sagte er.

81 Schulen von der Berufs- bis zur Grundschule hatten sich bei Deutschen Schulpreis beworben, den die Robert-Bosch-Stiftung gemeinsam mit der Heidehof-Stiftung auslobt. Sieger wurde die Elisabeth-Selbert-Schule aus Hameln (Niedersachsen), Die Kirchheimer teilen sich den zweiten Platz mi vier weiteren Schulen, die jeweils 25 000 Euro bekommen..

Für Oehl ist die Auszeichnung eine Riesen-Überraschung. „Wir hofften, unter die ersten 50 zu kommen. Dann waren wir bei den Top 20 – und nun sind wir in Berlin! Das übertrifft alle Erwartungen“, sagt er glücklich.

Im Februar kam eine Jury mit vier Personen nach Kirchheim und prüfte zwei Tage lang das Gymnasium, das eine 14-seitige Bewerbung eingereicht hatte, auf Herz und Nieren. Die Jury sprach mit Eltern, Lehrer und Schülern und beobachtete den Unterricht. Vorsitzende Hermann Veith fand viel Lobenswertes: „Hier finden wirklich alle Schüler ihren Platz. Die Schwachen werden unterstützt und die Starken gefördert. Auch die Zusammenarbeit zwischen Schülern, Lehrern, Schulleitung und der Schulsozialarbeit ist hervorragend.“

In die Bewerbung steckte die Schule „viel Zeit, Motivation und auch Mut“, betonte damals Rektor Matthias Wermuth. Schließlich gelte es, über die bloße Wissensvermittlung hinaus die individuellen, sozialen und schöpferischen Fähigkeiten auszubilden, selbstständiges und verständnisintensives Lernen, Verantwortung und Leistungsbereitschaft zu fördern. Das verlangt die Auflösung starrer Unterrichtsformen und die Konzentration auf individuelle Bildung und die Entwicklung jedes Einzelnen.

Die Arbeit hat sich gelohnt, nun kann sich die Schule darüber Gedanken machen, wie sie das Preisgeld einsetzt. „Das muss sich erst einmal setzen. Wie wir das Geld verwenden, darüber haben wir uns noch überhaupt keine Gedanken gemacht“, sagt Oehl. Schließlich hatte niemand auf diese Summe zu hoffen gewagt. „Jetzt wird sich erst einmal richtig gefreut.“  

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