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Der Neubau des Kirchheimer Gymnasiums wird wohl doch günstiger als geplant

Schul-Landschaft im Osten des Landkreises 

Gymnasium Kirchheim wird günstiger

Der Rotstift hat regiert – und nun wird der Neubau des Kirchheimer Gymnasiums doch günstiger als geplant. 13 Millionen Euro werden eingespart. Die Kosten schrumpfen von 88 Millionen Euro auf 75 Millionen Euro.

Kirchheim – Bis spätestens Juni soll die Auftragsvergabe nun erfolgten. Darauf hat sich der Zweckverband verständigt.

Schuld an der ursprünglich hohen Summe war der eingerechnete Puffer von elf Millionen Euro, zudem wird der Landkreis nun zwei Millionen Euro mehr Zuschuss bezahlen. Und auch Feldkirchen signalisierte ein uneingeschränktes „Ja“.

Erschrocken ob der Kostenkalkulation von 88 Millionen, wurde der Vorschlag nochmals geprüft. Mit dem Ergebnis, dass der einbezogene Puffer für unkalkulierbare Risiken oder Kostenerhöhungen in Höhe von 15 Prozent nicht notwendig sei, denn die Kosten seien bereits an den oberen Werten kalkuliert gewesen. Nach Aussage des Zweckverbandsvorsitzenden, Kirchheims Bürgermeister Maximilian Böltl (CSU), könne man erst im Zuge der Detailplanung konkrete Einsparungspotenziale erwarten.

Neben dem Puffer wurden auch die für eine Tiefgarage bezifferten Kosten von 2,7 Millionen Euro abgezogen. „Die resultierenden 75 Millionen Euro stehen nun im Verhältnis zu den anderen im Landkreis errichteten Schulen“, sagte Böltl, „womit die Zeit des Zauderns und Zögerns vorbei ist und keine Zeit mehr verloren werden darf“. Um zwei Millionen, auf 12,7 Millionen Euro, hat sich auch der Anteil des Landkreises erhöht, womit sich die drei Gemeinden den „Rest“ von 64,5 Millionen Euro teilen müssen. Entsprechend der anteiligen Schülerzahlen bedeutet dies für Aschheim 19,3 Millionen Euro statt ursprünglich 23,4 Millionen Euro, Feldkirchen zahlt 16,7 Millionen Euro statt 20,2 Millionen Euro. Kirchheim ist mit 28,5 Millionen Euro dabei statt mit 34,6 Millionen Euro.

Feldkirchens Bürgermeister Werner van der Weck (SPD) sagte: „Wir wollen das Gymnasium und werden das auch mit finanzieren.“ Seine Besorgnis über die anfänglich hohe Summe sei nun einer nachvollziehbaren Kalkulation gewichen mit der Gewissheit, dass dies eine schöne Schule werde, „für die ich werbe“. Für Bürgermeister Thomas Glashauser (CSU) aus Aschheim ist es wichtig, dass „wir im Zweckverband an einem Strang ziehen“. Die Kommunen sind sich also einig.

Klärung in die Diskrepanz zwischen den geförderten Größen und Flächen brachte Böltl. Wie er sagte, hatten sich die in der Infoveranstaltung präsentierten Zahlen auf die geförderte Größe der Klassen bezogen, der Kostenrichtwert habe jedoch bereits die Kosten für zusätzliche Flächen beinhaltet.

Dies bestätigte auch Landrat Christoph Göbel (CSU), „die zuweisungsfähigen Kosten sind immer niedriger als die Vollkosten“.

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