Heimstettner See als Teil einer Landesgartenschau

Der Heimstettner See ist ein Naherholungsgebiet für drei Kommunen. Wie das Areal erhalten und gestaltet werden kann, dafür gibt es viele Ideen.

Kirchheim – Was mit dem Gelände rund um den Heimstettner See passieren soll, darüber machen sich die Menschen in den umliegenden Orten Gedanken. Ideen gibt es viele. So schlägt der Planungsverband Äußerer Wirtschaftsraum München in einer Vorstudie vor, die drei Gemeinden sollten sich um die Ausrichtung der Landesgartenschau bewerben.

Auch Gemeinderäte, Bürger und Mitglieder des Bund Naturschutz in Kirchheim suchen gemeinsam nach Konzepten. Ein Fachplaner soll, zusammen mit den Kommunen Feldkirchen und Aschheim, Ideen für die Zukunft aufzeigen.

Die CSU in Kirchheim befürchtet, dass das Ökosystem in Gefahr gerät, weil immer mehr Flächen für Wohn- und Gewerbegebiete genutzt werden. „Bisher gibt es kein gemeinsames Konzept der drei anliegenden Gemeinden bezüglich einer Erweiterung des Umfelds. Der Erholungsflächenverein, der das See-Grundstück von der Bahn pachtet, hat auch keinen Plan“, sagt Gemeinderat Frank Holz (CSU).

Die Kirchheimer SPD fordert, den Fuß- und Radweg zum See zu verbreitern. Außerdem soll eine zweite Reihe mit Bäumen gepflanzt werden, die im Sommer Schatten spenden könnten. Auch eine Idee: mehr Liegeflächen im Osten des Areals sowie ein Sandstrand auf der See-Nordseite, samt Wasserspielplatz.

Joachim Erven, ehemals VFW-Gemeinderat in Kirchheim, hatte in der Bürgerversammlung einen Flächennutzungsplan für das gesamte Areal gefordert, zwischen Autobahn, Bahnlinie und See, um gemeinsam die Zukunftsplanung für das Gebiet voranzutreiben.

Der Bund Naturschutz schlägt vor, die Naherholungsfläche zu verdoppeln. „Alle drei Teilbereiche – Natur, Naherholung und Radwege – profitieren gleichermaßen davon“, sagt der Vorsitzende der Ortsgruppe Aschheim/Feldkirchen/Kirchheim, Norbert Steinmeier.

Kirchheims Bürgermeister Maximilian Böltl (CSU) verweist darauf, dass sich von 24,5 Hektar Gesamtfläche zwei Drittel, 15 Hektar, auf Kirchheimer Grund befinden. „Daher auch der Name ,Heimstettner See’ und darum sollten wir Initiator des neuen Konzepts sein. Da wir jetzt so viele Vorschläge und Ideen haben, sollte dies ein Fachplaner in geordnete Bahnen lenken.“ Die Gemeinde hat sich bereits im Rahmen ihres Konzepts „Kirchheimer Dreiklang“ mit der Weiterentwicklung des Areals befasst (wir berichteten). „Unser Ziel ist ein stadtnahes Erholungsgebiet für drei wachsende Gemeinden zu entwickeln“, sagte Böltl. Die Kirchheimer Gemeinderäte folgen ihm einstimmig. Geld ist dafür im Haushaltsplan 2017 allerdings nicht eingestellt.  bb

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