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Wieder glücklich vereint: Renate Schraudi und ihre Hündin Lucy.  

Suchaktion mit Happy End

Hündin mit der S-Bahn entwischt

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Mit der S2 entwischte Hündin Lucy ihrer Besitzerin. In Heimstetten stieg sie aus - und trickste erstmal alle aus.

Heimstetten – Eine aufregende Reise und zwei turbulente Tage hat Lucy hinter sich – ebenso wie Renate Schraudi, 53, aus Karlsfeld (Kreis Dachau). Zusammen waren die beiden am Nikolaustag mittags in der Nähe ihrer Wohnung entlang den S-Bahn-Gleisen spazieren gegangen. „Plötzlich kam ein großer Hund, Lucy ist vor Panik davongerannt und hat nicht mehr gehört“, erzählt Schraudi.

Lucy, eine dreijährige, schwarz-weiße Hündin, hat sie als Welpe vor zweieinhalb Jahren zu sich genommen. Bis dahin kannte das Tier nur das Leben auf den Straßen Griechenlands. Scheu und Angst hat das Tier nie abgelehnt, weder Menschen noch andere Hunde lässt Lucy zu nahe an sich ran. Also ergriff sie auch am Mittwoch lieber die Flucht. Nur, dass sie nicht in die bloß zwei Minuten entfernte Wohnung lief. Stattdessen stieg Lucy mutterseelenallein in die S2. „Das wundert mich total“, sagt ihre Besitzerin. So gern fahre ihr Hund nicht Bahn. „Aber sie kennt die Strecke, wir sind sie öfter gefahren“, als die beiden noch in Altperlach wohnten. Schraudi vermutet, dass Lucy zu der alten Wohnung wollte. Doch so weit kam sie nicht.

Die Hünding stieg in Heimstetten wieder aus der S-Bahn aus. „Über den Tag verteilt gingen beim Polizeinotruf mehrere Mitteilungen über einen im Bereich des S-Bahnhofs frei herumlaufenden Hund ein“, sagt die zuständige Polizei in Haar. Auch die Diensthundestaffel der Bundespolizei, die zufällig am S-Bahnhof war, half mit ihren tierischen Kollegen – ohne Erfolg. Drei Stunden lang hat auch Schraudi Lucy vergeblich überall gesucht.

Am nächsten Tag meldete sich eine Anwohnerin aus Heimstetten beim Tierheim München. Ein Hunde laufe an ihrem Grundstück entlang. Ein Fall für Evelyn Kosenbach, die „Viecherl-Fahnderin“ im Tierheim. „Sie hat der Frau gesagt, dass sie den Hund in den Garten locken und das Tor schließen soll“, erzählt Tierheim-Sprecherin Judith Brettmeister. Lucy ließ sich locken. Eine Streife der Polizei in Haar holte den Hund im Garten ab und brachte ihn ins Tierheim.

Davon erfuhr Schraudi aber erst später über Facebook. Dort hatte ihr Sohn eine Suchmeldung zu Lucy gepostet. Ein User schrieb, dass der Hund im Tierheim sei. „Ich bin heilfroh, dass ihr nichts passiert ist“, sagt die Besitzerin erleichtert. Sie holte die Hünding gestern Vormittag ab. Die Freude war riesig – auf beiden Seiten. Auch bei Lucy „gab’s ein Ausflippen“, sagt Schraudi. Und zuhause „ein extra großes Stück meiner selbstgebackenen Hundekeksen“. 

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