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Die wenigen Interessierten: (v.l.) Jambey Sagir, Fabian Hauser und Niklas Kraft kamen ins JUZ.

Nur vier Kirchheimer im JUZ

Jugendliche interessiert „Politik & Party“ nicht

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Workshops, kochen, basteln, ratschen: So wollten Kirchheims Politiker mit der Jugend ins Gespräch kommen. Doch die Resonanz war enttäuschend.

Kirchheim – Es war ernüchternd: Zehn Kirchheimer Gemeinderäte aller Fraktionen hatten sich mit Bürgermeister Maximilian Böltl (CSU) im JuZ eingefunden, um unter dem Motto „Politik & Party“ mit jungen Kirchheimern zu reden. Es kamen gerade einmal vier Jugendliche zu den Workshops. „Das ist schon recht enttäuschend“, sagte Angela Hilger (VFW).

In den vergangenen Jahren fand „Politik & Pizza“ immer direkt nach der offiziellen Bürgerversammlung der Gemeinde statt, bis zu 25 Jugendliche waren es jeweils, die Wünsche einbrachten und Probleme ansprachen: von einer nicht funktionierenden Beleuchtung im Untergeschoss des JuZ über bessere Skate- und BMX-Rampen bis zum Nachtbus von München nach Kirchheim.

In diesem Jahr wurden Konzept und Name der Jungbürgerversammlung geändert. „Wir haben alle Jugendlichen in Kirchheim persönlich angeschrieben und ein kleines Programm beigelegt, was wir heute planten. Keine Ahnung, warum das überhaupt nicht angekommen ist“, sagte der Bürgermeister ratlos. Allerdings würden die Jugendlichen mit ihren Anliegen oft direkt zu ihm kommen, daher sei es nicht schlimm, wenn zur Veranstaltung nur wenige kämen.

In Workshops sollte der enge Kontakt zu den Gemeinderäten hergestellt werden: „Du fragst – Dein Gemeinderat antwortet“, sollte einer heißen „Die Gemeinde und Du“, „Dein JuZ und Du“ weitere Angebote. Zudem wollten Politiker und Jugendliche gemeinsam kochen und basteln. Gerne hätte Böltl der Jugend Kirchheims, der er mit 34 Jahren selbst noch nicht so weit entrückt ist, die aktuellen Entscheidungen der Gemeinde erörtern, mit Schwerpunkt auf

„Kirchheim 2030“.

Doch bei nur vier Gästen wurde das Kochen mit Infos vom Bürgermeister und Kontakt zu den Gemeinderäten vermischt, die Button-Herstellung fiel ganz aus. „Mit dem neuen Konzept war es ja klar, dass man als Gemeinderat auch kommen muss. Trotz d

des großen Aufwands sehen das offensichtlich die Jugendlichen anders“, sagte Rüdiger Zwarg (Grüne), der in den Jahren zuvor nicht da war. Die drei 17-jährigen Jambey, Fabian und Niklas sind Kirchheimer Jugendliche, die extra wegen der Veranstaltung ins JuZ gekommen waren. „Ansonsten bin ich nie hier“, sagte Niklas. Die Drei sind mit ihrem Heimatort sehr zufrieden und waren nicht gekommen, um etwas zu kritisieren oder zu fordern. Sie wollten sich informieren. „Dass die Maxx-Arena mit dem Trampolin-Park und dem Nacht-Minigolf kommt, das ist mega-cool, da freuen wir uns total“, sagte Fabian. Denn „Ein paar Attraktionen fehlen schon, dafür fahren wir nach München“, ergänzte Niklas. „Aber mit der neuen Freizeit-Arena kommt ja was zu uns.“ Diese soll zwölf Euro Eintritt pro Stunde kosten. Damit können die Jugendlichen gut leben. Auch das Konzept von Kirchheim 2030 überzeugt die drei Jungs, vor allem „ganz viel Grün und viele Wohnungen, die sich jeder leisten kann“, meinte Jambey. „Das ist doch gut.“

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