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Abends bleibt es dunkel: Die Skater -Anlage in Kirchheim wird nicht beleuchtet, haben die Gemeinderäte entschieden. 

Kein Licht für die Skater, aber eine Feuerstelle am JUZ

Die Kirchheimer Gemeinderäte haben über einige Bürgeranträge abgestimmt. Nicht alle werden umgesetzt.

Kirchheim – Seit dem Amtsantritt von Bürgermeister Maximilian Böltl (CSU) vor knapp drei Jahren ist es üblich, dass der Kirchheimer Gemeinderat zeitnah über Anträge aus der Bürgerversammlung sowie aus der Jungbürgerversammlung entscheidet. Dieser „Schnellentscheid“ passt Gemeinderätin Susanne Merten-Wente (Grüne) nicht. Sie findet, „ohne ausreichende Information“ sei das eine Missachtung des Bürgerwillens“. Böltl hält entgegen, so könne man sehr schnell sehen, ob ein Antrag überhaupt Aussicht auf Erfolg habe, „ohne, dass wir erst die Verwaltung mit unnötiger Arbeit belasten“.

Vom Gemeinderat angenommen ist nun der Antrag von Berit Vogel aus der Bürgerversammlung im November. Sie hatte darum gebeten, alte, große Bäume und Büsche zu erhalten und zu schützen – insbesondere das Wäldchen am Gymnasium, das Biotop zwischen JUZ und Fußgängerbrücken sowie den alten Baum- und Strauchbestand am Rodelberg an der Martin-Luther-Straße. „Wir wollen im Zuge von ,Kirchheim 2030’ möglichst jeden Baum erhalten“, sagte dazu Böltl.

Zustimmung fand auch der Antrag von Rainer Ehrenberger, die Gemeinde solle einen Prioritätenplan erstellen für Projekte, die innerhalb der nächsten vier Jahre verwirklicht werden können.

Der Wunsch von Markus Glasl, wonach der durch „Kirchheim 2030“ zusätzlich entstehende Verkehr das Straßennetz nicht belasten sollte, sondern ein neues Konzept erstellt werden müsse, fand ebenfalls die Zustimmung der Gemeinderäte.

Weniger Gnade fanden einige Anträge aus der Jungbürgerversammlung: Eine digitale Litfasssäule wurde wegen „fehlenden Publikums in Kirchheim“, wie Marcel Prohaska (SPD) sagte, ebenso abgelehnt wie das Teeren des Weges zur Skateranlage. Auch für eine Beleuchtung der Anlage gab es keine Zustimmung. „Die Skaterrampen stehen da draußen völlig falsch, die gehören zum Sportpark, wo wir auch ein bisschen Kontrolle haben. Eine Beleuchtung würde einen unkontrollierten Betrieb Tag und Nacht bedeuten“, sagte Gemeinderat Franz Glasl (CSU). Die Jugendlichen, sagte Streetworkerin Lena Wittenzellner, hätten gerne eine Beleuchtung wie in Grasbrunn gehabt. Dort steht ein Automat, eine Stunde Licht kostet zwei Euro.

Wohlwollend vom Gemeinderat entschieden sind hingegen der Wunsch nach einer Vogelnestschaukel sowie einer Feuerstelle beim Jugendzentrum, ein zusätzlicher Bus zum Gymnasium, ein neues Fußballtor für den Bolzplatz am Wasserturmspielplatz sowie ein neuer Pavillon samt Mülleimer für die „Chillecke“ beim Bonusmarkt. Positiv sehen die Gemeinderäte auch den Antrag, die Turnhalle am Gymnasium weiterhin für Vereine zu öffnen.  bb

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