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Kein Sportbetrieb herrscht derzeit in der Kirchheimer Halle.

Die Vereine helfen sich derweil aus

Nach Wasserschaden: Dann soll die Turnhalle wieder nutzbar sein

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Seit über zwei Monaten könnten Sportler die Halle am Gymnasium nicht nutzen. Der Wasserschaden ist noch nicht ausgemerzt. Nun gibt es ein anvisiertes Ziel für die „Wiedereröffnung“.

Kirchheim – Statt Sportler trifft man in der Turnhalle des Kirchheimer Gymnasiums derzeit Handwerker. Sie beheben den Wasserschaden, der wegen eines Rohrbruchs Anfang Juni jegliche Aktivitäten in der Halle unmöglich machen. Die Sportler nehmen die Auszeit „sportlich“, sie helfen sich aus. Betroffen sind vor allem die Handballer und Badminton-Spieler.

„Unsere Jugendmannschaften trainieren derzeit reduziert oder gar nicht“, berichtet Irmgard Heck, Handball-Abteilungsleiterin beim Kirchheimer SC. Zum Glück seien derzeit Ferien und „daher ist es nicht ganz so schlimm. Oder wir weichen auf den Hartplatz im Freien aus.“ Natürlich sei das einer optimalen Saisonvorbereitung nicht dienlich, aber da müsse man eben durch. Auch der SV Haar habe seine Unterstützung als Ausweismöglichkeit zugesagt.

Turnhalle in Kirchheim: Fluchtwege wurden kurzfristig geändert

Dass die Abteilungen des Kirchheimer SC in der Not zusammenhalten, beweist, dass die Badminton-Abteilung ihre Hilfe angeboten haben. Sie trainieren in der Grund- und Mittelschule. Einen Abend brechen sie früher ab und „dafür geben wir den Handballern eineinhalb Stunden“, sagt Trainer Lutz Preisker. „Damit können wir sehr gut leben, wir überstehen diese Zeit blendend.“

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Auch die Schüler des Kirchheimer Gymnasiums waren vom Sportausfall in der Halle betroffen. Da sich der Wasserschaden auf einem der Fluchtwege ereignete, musste die Halle sofort für die Vereine gesperrt werden, „die Schule konnte zumindest von Mitte Juli bis Ferienende hinein“, erklärt Kirchheims stellvertretende Geschäftsleiterin Katharina Ruf. Für die Schüler habe man für die Übergangszeit von zwei Wochen die Fluchtwege geändert – in Absprache mit einem Brandschutzplaner und dem Landratsamt.

Turnhalle in Kirchheim: Zum Schuljahresbeginn wieder nutzbar?

Eigentümer der Halle ist der Zweckverband weiterführende Schulen und dieser sei auch verantwortlich, dass die Fluchtwege nutzbar sind. „Die Nutzung durch die Schule war eine interne und mit dem weitaus größeren und wechselnden Nutzern von Vereinsseite nicht vergleichbar“, erklärt Ruf.

Wie lange die Sanierung andauert, dazu gibt es noch keine konkrete Aussage. Man arbeite mit Hochdruck, aber letztlich hänge das von den ausführenden Firmen ab. Momentan beherrschen Trocknungsgeräte und Löcher in Boden und Decke das Bild. „Der Zweckverband tut sein Möglichstes“, sagt die Kirchheimer Vize-Geschäftsleiterin Ruf, „dass die Halle zu Schuljahresbeginn für alle Nutzer wieder freigegeben werden kann.“

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