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Richtungsweisend: Der Weg zur Wasserwacht am Heimstettner See heißt jetzt „An der Fidsche“. 

Der Fidsche liegt nicht im Südpazifik

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Beinahe schon historisch: Der „Fidsche“ heißt nicht „Fidschi“ und er liegt „An der Fidsche“. Haben die Gemeinderäte beschlossen.

Kirchheim – Der öffentliche Feld- und Waldweg entlang der Ost- und Südseite des Sees bekommt einen Namen: „An der Fidsche“. Die Gemeinde entspricht damit dem Wunsch der Wasserwacht-Ortsgruppe Feldkirchen, die für den Heimstettener See zuständig ist. Bislang hatte das geteerte Sträßchen keinen Namen.

Wie die Wasserwacht mitteilte, hatte es immer wieder Probleme gegeben mit ortsunkundigen Rettungsfahrzeugen, deren Fahrer den Weg zum See nicht finden konnten. Mit der Entscheidung, dem Weg einen Namen zu geben, wurde nun auch der jahrzehntelange Disput über den „korrekten“ Namen des Sees entschieden: Fidsche.

Dass der kleine Weg auf Kirchheimer Gemarkung einen offiziellen Namen erhalten soll, darüber waren sich alle Gemeinderäte im Bauausschuss einig. Doch sollte es „Fidschie“ oder „Fidsche“ sein? „Also, ich als nicht geborener Kirchheimer würde ja zumindest für ein „V“ am Wortanfang plädieren, denn der Name stammt ja wohl von der Verballhornung des Namens des polnischen Bahnwärters Velasco, der am Seegelände wohnte“, sagte Marcel Prohaska (SPD). Bürgermeister Maximilian Böltl (CSU) berichtete, dass er „mit zwei sehr alten Ur-Kirchheimern“ gesprochen habe Sie hätten ihm ganz fest versichert, dass der See schon immer im Volksmund „Fidsche“ geheißen habe. Ganz wichtig dabei sei, dass es „An der Fidsche“ und keinesfalls „die Fidsche“ oder „Fidschi“ heiße, sagte Böltl. „Denn mit dem Namen der Inselgruppe im Südpazifik hat unser schöner Badesee gar nichts zu tun.“ Die Gemeinderäte Franz Glasl (CSU) und Thomas Etterer (SPD) wiesen darauf hin, dass es in verschiedenen Publikationen unterschiedliche Schreibweisen des Namens gebe. „Also ich würde ja auch ,Fidschi’ sagen, verzichte aber gerne darauf und stimme auch dem ,Fidsche’ zu, denn das passt einfach perfekt.“

Gegen die Stimme von Prohaska legten die Gemeinderäte den Namen „An der Fidsche“ fest.   

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