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Flüchtlingscontainer für 200 Ukrainer genehmigt

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Von: Bert Brosch

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Flüchtende Menschen steigen in einen Zug.
Menschen flüchten aus der Ukraine © Vadim Ghirda / picture alliance

Das Landratsamt kann die Container für Ukraine-Flüchtlinge in Kirchheim aufstellen. Der Bauausschuss hat dem Vorhaben sein Okay gegeben.

Kirchheim – Eigentlich ist auf dem rund 900 Quadratmeter großen Grundstück am Schlehenring in Kirchheim eine Kindertagesstätte geplant. Jetzt stellt es die Gemeinde dem Landratsamt München zur Errichtung einer Containeranlage zur Verfügung. Für 30 Monate sollen hier 200 Ukraine-Flüchtlinge unterkommen. Der Kirchheimer Bauausschuss hat das Vorhaben in jüngster Sitzung genehmigt.

Wie das Landratsamt mitteilte, sind mittlerweile mehr als 5000 Menschen aus den Kriegsgebieten in der Ukraine in den Landkreis München geflüchtet. Zumeist Frauen und Kinder. Der Großteil von ihnen ist privat untergebracht. Dies sei allerdings keine Dauerlösung. Kirchheim hat aktuell 428 Flüchtlinge aufgenommen, davon wohnen 203 privat. Die Gemeinde hat unter anderem mehrere Kinder mit ihren Pflegeeltern und Betreuern aus einem ukrainischen Familienkinderhaus aufgenommen. Diese sind im örtlichen Dormero-Hotel untergebracht und benötigen mittelfristig eine neue Bleibe.

Jetzt hat Kirchheim dem Landkreis das Grundstück am Schlehenring für 30 Monate verpachtet, auf dem Container für rund 200 Geflüchtete entstehen sollen. Gebaut werden vor allem kleinere Wohneinheiten, die sich besonders dazu eignen, Familien unterzubringen. Auf 887 Quadratmetern werden zwei dreigeschossige Containerblöcke gebaut, die über sogenannte Laubengänge erschlossen werden. Insgesamt entstehen so 2630 Quadratmeter Wohnfläche. Vor den Containern sollen 13 Pkw-Stellplätze gebaut werden, die Gemeinde bittet darum, die Pläne um Fahrradständer und einen Spielplatz zu erweitern.

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