Eröffnung im Juli

Mega-Projekt auf 5000 Quadratmetern: Das bietet Kirchheims neuer Freizeitpark

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Kirchheim bekommt einen Freizeitpark: Investor Wolfgang Estermann steckt über eine Million Euro in das Projekt mit riesigem Trampolinpark, Kletteranlage, Schwarzlicht-Minigolf und Geheimagenten-Parcours.

Kirchheim – Der Coup ist Bürgermeister Maximilian Böltl (CSU) gemeinsam mit Wirtschaftsförderer Tobias Schock gelungen. Kurzfristig hatte Böltl er den Punkt „Nutzungsänderung der Mieteinheit B“ in der Hürderstraße auf die Tagesordnung des Bauausschusses gesetzt. Dahinter verbarg sich die „Maxx Arena“.

Investor Wolfgang Estermann (43) verriet den Gemeinderäten, was er genau vorhat. „Wir betreiben mit der Estermann Event & Abenteuer seit elf Jahren in Prien am Chiemsee und seit 2014 in Vaterstetten zwei sehr große Kletterwälder“, sagte Estermann. Er suchte einen neuen Standort für einen „Indoor Freizeit-Sport-Park“ für die gesamte Familie und fand in Tobias Schock einen dankbaren Partner sowie die leer stehende Halle in Heimstetten. 

Größter Trampolinpark der Region im Erdgeschoss

„Im Erdgeschoss wird auf 3600 Quadratmetern der größte Trampolin-Park der Region entstehen, im Obergeschoss sind weitere 1500 Quadratmeter für eine Minigolf-Schwarzlichtanlage, einen neuartigen Spaß-Kletterpark „Clip ‘n Climb“, mehrere Hindernis-Parcours für junge Geheimagenten sowie eine kleine Gastronomie“, berichtete Estermann. 

In das leerstehende Logistik-Gebäude, in dem bis September das Miniland war, zieht ab Juli die "Maxx Arena" auf über 5000 Quadratmeter

Insgesamt werde er, inklusive großzügigen Toilettenanlagen sowie neuem Außenanstrich, mit Partnern deutlich über eine Million Euro investieren. „Unsere Zielgruppe geht von acht bis 80 Jahren, wir wollen also die ganze Familie und den Großraum München ansprechen. Daneben gehen wir ganz gezielt Schulen, Sportvereine und Firmen an, die bei uns Events feiern können.“

Anlage bietet Platz für 300 Freizeit-Fans

Die Eintrittspreise beginnen bei zwölf Euro für eine Stunde Spaß, etwa 300 Freizeit-Fans können sich zeitgleich in der „Maxx Arena“ aufhalten. Für Estermann sei dies durch die Nähe zur S-Bahn, viele vorhandene Parkplätze und einer guten Erreichbarkeit mit dem Rad der perfekte Standort. Etwa 25 Mitarbeiter sollen ab Juli dort arbeiten.

Auch Wirtschaftsförderer Tobias Schock unterstützt die Nutzungsänderung in dem großen Logistikgebäude. „Die neue Einrichtung beinhaltet die Chance, die im Areal bereits bestehenden Freizeiteinrichtungen Soccer- und Kletterhalle zu einem Freizeitcluster mit Markencharakter zu entwickeln. Daher haben wir darauf geachtet, keine Konkurrenzsituation, sondern Synergien entstehen zu lassen“, sagte Schock. Die Betreiber von Soccer- wie auch Kletterhalle sehen die neue Freizeit-Arena daher sehr positiv. 

Gemeinderäte sind begeistert

Zudem benötige das Heimstettener Gewerbegebiet dringend eine Aufwertung in Form von weichen Standortfaktoren. „Wir haben genügend Logistik, für Neuansiedelungen brauchen wir Gastronomie, attraktive Aufenthalts-, Freizeit- und Entspannungsmöglichkeiten.“ Außerdem würde der Betreiber der „Maxx Arena“ seine Gewerbesteuer in Kirchheim bezahlen und habe laut Schock dafür eigens eine GmbH gegründet.

Die Gemeinderäte zeigten sich begeistert über das Konzept, lediglich CSU-Gemeinderat Franz Glasl wollte nicht in die allgemeinen Lobgesänge einstimmen und lehnte das Konzept ab. „Das ist für mich der ideale Standort für Firmenansiedelungen. Alles nur noch auf Fun und Freizeit auszurichten – da bin ich doch sehr skeptisch.“

Während Kirchheim aufgewertet wird, ist der Jammer in einer Stadt im Umland groß: Dort wird Ladensterben beklagt.

Rubriklistenbild: © Bert Brosch

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