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Was geht, was nicht: Vorschläge für die Gestaltung des Ortsparks gibt es viele – finanziell aber ist der Rahmen eng gesteckt.

Frische Früchte aus dem Ortspark

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Die neue Ortsmitte kommt. Jetzt haben rund 20 Kirchheimer vorgestellt, was sie sich für den Ortspark wünschen, die grüne Lunge der neuen Ortsmtite

Kirchheim – Der neue Ortspark im Strukturkonzept „Kirchheim 2030“ soll die grüne Hauptschlagader und das verbindende Element zwischen den beiden Gemeindeteilen Kirchheim und Heimstetten werden. Rechts und links entlang des 14 Fußballfelder großen Parks orientieren sich öffentliche Einrichtungen wie auch die Wohnquartiere. Wie der Park einmal gestaltet sein soll, darüber haben Bürger bei einem Workshop diskutiert.

An drei Tischen, gegliedert nach den Themen Rad- und Fußwege sowie Beleuchtung, Vegetation und Grünflächen sowie Ausstattung des Parks, diskutierten die Teilnehmer des Workshops ihre Ideen, die dann in den Gestaltungsleitfaden einfließen sollen. Sie wünschen sich einen naturnahen Landschaftspark, der einen Pflanzenlehrpfad, essbare Früchte, einen Wasserspielplatz oder ein Biotop enthalten könnte. Die Hauptwege des Ortsparks sollten befestigt und beleuchtet sein, um auch Menschen mit Rollator oder Rollstuhl den Zugang zu ermöglichen. Ein Aussichts- und Rodelhügel ist ebenso erwünscht wie Sitzmöglichkeiten, die über die „normalen“ Parkbänke hinausgehen. Ein Bürger schlug vor, den gesamten Ortspark mit einer Tiefgarage zu unterkellern. „Das wäre eine gute Idee – aber das Rathaus, das Gymnasium und die Siedlungen haben fast alle Tiefgaragen. Zudem ist die Finanzierung von ,Kirchheim 2030‘ nicht geklärt, alles ist teuer genug, da können wir keine riesige Tiefgarage bauen“, sagte allerdings Kirchheims Bürgermeister Maximilian Böltl (CSU).

„Für uns bestand die Herausforderung darin, eine Verbindung zwischen Kirchheim und Heimstetten zu schaffen“, sagte Böltl. Herzstück soll der mehr als 100 000 Quadratmeter große Park zwischen Kirchheim und der Silva-Grundschule in Heimstetten sein, rund einen Kilometer lang und – mit ein paar Einschnürungen und Ausweitungen – durchschnittlich 80 Meter breit. „Die großzügige Planung schafft Frei- und Erholungsräume, der Park soll einen Ausgleich zur Neubebauung schaffen“, sagte Böltl. Ziel sei es, genauso viel Grün wie Wohnbauland zu schaffen. Als Verbindungselement zwischen Kirchheim und Heimstetten umfasst der Ortspark nicht nur eine breite Fußgänger- und Fahrradmagistrale, fünf neue Geh- und Radwege, sondern auch wichtige öffentliche Gebäude: das bestehende Jugendzentrum sowie Grund- und Mittelschule, dazu das neue Gymnasium mit Turnhalle, Rathaus mit Bürgersaal und Bücherei sowie das Haus für Kinder.  bb

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