Zwei Millionen Euro gibt die Gemeinde für die Sanierung der Freiflächen und Sportanlagen aus. Das Hausmeisterhaus (r.) wird abgerissen für eine Schulerweiterung.
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Zwei Millionen Euro gibt die Gemeinde für die Sanierung der Freiflächen und Sportanlagen aus. Das Hausmeisterhaus (r.) wird abgerissen für eine Schulerweiterung.

Sanierung der Freiflächen an Grund- und Mittelschule genehmigt

„Wunderschön“ – aber teuer

  • Bert Brosch
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Rund zwei Millionen Euro kostet die Sanierung der Freiflächen an der Kirchheimer Grund- und Mittelschule. Geld, das die Gemeinde bereit ist auszugeben. Wenn auch nicht ohne Diskussion.

Kirchheim – Einig war sich der Hauptausschuss: Die Freiflächen rund um die Grund- und Mittelschule in Kirchheim werden „wunderschön“. Doch angesichts der Haushaltslage gab es zahlreiche Stimmen, die mahnten, ob das Projekt für rund 2,1 Millionen Euro wirklich vor der Landesgartenschau (LGS) umgesetzt werden müsse.

Die Freianlage der Schule ist ein zentraler Bestandteil des neuen Ortsparks und somit der LGS 2024. Durch den Wegfall der Hauptstraße ist der im Westen liegende Parkplatz künftig nicht mehr nutzbar, diese Stellplätze müssen auf die Ostseite des Grundstücks. „Die Sanierung der Schule sowie die Umgestaltung der Außenanlagen haben wir lange beschlossen, das hat nichts direkt mit der LGS zu tun“, sagte Bürgermeister Maximilian Böltl (CSU). „Das Gelände liegt mitten im Ortspark, daher wäre es sehr sinnvoll, jetzt alle geplanten Arbeiten der Freiflächen auf einmal zu machen.“

Zwei Bauabschnitte

In einem ersten Bauabschnitt wird für rund 800 000 Euro der Parkplatz an der Hauptstraße zurückgebaut, die Stellplätze auf die Ostseite des Grundstücks verlegt, der Schulgarten wandert dafür nach Westen zum Ortspark, der Fahrradübungsplatz wird neu gestaltet. Ein zweiter Bauabschnitt für rund eine Million Euro – Brunnen, Amphitheater, Sitzstufen, Sportanlagen, Pausen-Spielgeräte – könnte laut Böltl später ausgeführt werden. „Ich würde es aber jetzt mitmachen, damit wir keine Insellösung im tollen Ortspark direkt neben dem herrlichen neuen Gymnasium haben.“ Da die Schule noch von Grund auf saniert werden muss, werden die Flächen direkt am Gebäude nur provisorisch hergestellt, die aufwendige Begrünung erfolgt erst nach der Sanierung.

Böltl verwies darauf, dass bereits Einsparungen von 270 000 Euro realisiert wurden. „Wir sind in Kontakt mit der Regierung von Oberbayern wegen Förder-Geldern, noch liegen allerdings keine Aussagen dazu vor“, sagte Böltl. Da man die Schule langfristig für die Ganztagsschule erweitern müsse, plädierte er für den Abriss des ehemaligen Hausmeisterhauses. Der Hausmeister habe keinen Bedarf mehr, das Erdgeschoss stehe leer, das Obergeschoss bewohne ein Mitarbeiter der Verwaltung.

„Jetzt alles auf einmal machen“

Wolfgang Heinz-Fischer (VFW) unterstützte den ersten Bauabschnitt „voll und ganz“, aber der zweite Teil sei nicht notwendig: „Da legen wir erst den Garten an und bauen dann das Haus hinein.“ Für Stephanie Jürgens (CSU) gibt es nur eine Lösung: „Jetzt alles auf einmal machen. Die Schule soll doch auch schön aussehen für die Besucher der LGS.“ Für Christian Zenner (Grüne) ist die Planung „wunderschön – aber die Kosten sind extrem hoch“. Heinz-Fischer erinnerte daran, dass die Gemeinde die Hundesteuer, die KiTa-Gebühren und die Grundsteuer erhöhe, Zuschüsse für Vereine streiche, „hier geben wir mal flott zwei Millionen aus“.

Gegen die Stimmen von Zenner und Heinz-Fischer beschloss der Hauptausschuss beide Bauabschnitte ebenso wie der Abriss des Hausmeister-Hauses.

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