Die Tinte ist trocken: Die Absichtserklärung unterzeichnet haben (vorne v.l.) Bezirkstagspräsident Josef Mederer, Bürgermeister Maximilian Böltl und Michael Zaigler (Deutsches Heim) im Beisein von (hinten v.l.) Maximilian Heyland, Karin Hobmeier, Angela Hartinger-Hirn und Sandra Seitz.
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Die Tinte ist trocken: Die Absichtserklärung unterzeichnet haben (vorne v.l.) Bezirkstagspräsident Josef Mederer, Bürgermeister Maximilian Böltl und Michael Zaigler (Deutsches Heim) im Beisein von (hinten v.l.) Maximilian Heyland, Karin Hobmeier, Angela Hartinger-Hirn und Sandra Seitz.

Absichtserklärung unterzeichnet

Häuser für den Kompost: Nachhaltiges Neubauprojekt angeschoben

  • Laura May
    VonLaura May
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Es ist ein Bauprojekt, das es so nicht oft geben dürfte: Zwischen Kirchheim und Heimstetten sollen Häuser entstehen, die nach ihrem Ableben auf dem Kompost landen.

Kirchheim – „Über 38 Prozent des globalen CO2-Ausstoßes stammt aus der Baubranche“, erklärte Kirchheims Bürgermeister Maximilian Böltl (CSU) beim Pressetermin zum geplanten Öko-Quartier, das auf der Kiesebene zwischen Heimstetten und Kirchheim an der Staatsstraße 2082 entsteht. Das klimafreundliche Wohnbauprojekt soll zeigen, dass es auch anders geht: Geplant ist ein Öko-Quartier mit Ein- und Mehrfamilienhäusern, bei denen besonders auf eine nachhaltige Bauweise geachtet wird.

„Die Häuser sollen nach ihrem Ableben möglichst komplett auf dem Kompost landen“, erläuterte Böltl. Verwendet werden sollen ökologische Baustoffe wie Holz, Lehm oder Schafswolle, die nach Möglichkeit auch ökonomisch wertgenerierend eingesetzt werde. „Wir wollen beweisen, dass man grünes Wohnen auch wirtschaftlich bauen kann“, sagte Kirchheims Bürgermeister. DH-Wohnbau-Geschäftsführer Michael Zaigler betonte vor allem „die Herausforderung, mit den Materialien auch ein langes Leben der Gebäude zu garantieren“.

„Wir sind aber so stolz auf das Projekt“

Zunächst unterschrieben Bürgermeister Böltl, der Präsident des oberbayerischen Bezirkstags Josef Mederer und DH-Wohnbau-Geschäftsführer Michael Zaigler nur eine Absichtserklärung. „Wir sind aber so stolz auf das Projekt, dass wir schon den Auftakt präsentieren wollten“, schwärmte Böltl. Das Bauprojekt werde bei der Landesgartenschau 2024 in das Ausstellungskonzept integriert. Das klimafreundliche Wohnbauprojekt ist Teil des Ortsentwicklungsplans „Kirchheim 2030“, der die beiden Gemeindeteile Kirchheim und Heimstetten verbinden soll.

Zaigler und Böltl als dynamisches Duo strahlten vor allem eines aus: Harmonie. Der Bürgermeister betonte, wie froh er über den verantwortungsvollen Investor ist, der auch für eine „Diversität der Gebäude“ sorgt. „Denn natürlich sind vier gleiche Häuser wirtschaftlicher als vier verschiedene.“ Und auch Zaigler betont seinen Dank an Böltl, „der nach 40 Jahren endlich ermöglicht, diese Fläche zu bebauen“.

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