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Im Januar soll das neue Haus für Kinder eröffnet werden. Noch fehlt die Bauabnahme, einen Namen hat die Einrichtung zumindest schon einmal.

Gemeinde muss nachzahlen

Haus für Kinder: So soll es heißen, so viel kostet es mittlerweile

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Auf Wunsch der Caritas hat der Kirchheimer Gemeinderat dem neuen Haus für Kinder einen ganz bestimmten Namen verliehen. Außerdem musste das Gremium weitere Nachzahlungen schlucken.

Kirchheim – Das neue Haus für Kinder in Heimstetten wurde getauft: Auf Wunsch des künftigen Betreibers, der Caritas, wird es nach der Heiligen Dorothea benannt, wenn es im Januar eröffnet wird. Der Gemeinderat genehmigte zudem weitere Nachtragsaufträge, womit sich die Investitionssumme auf mittlerweile 8,7 Millionen Euro erhöht, der ursprünglich genehmigte Kostenrahmen betrug 2018 noch rund 7,5 Millionen Euro.

Der Caritasverband der Erzdiözese München und Freising betreibt 350 Einrichtungen und Dienste, alleine im Landkreis München sind es 16 Kinder-Tageseinrichtungen. Ab Januar will man auch das neue Haus für Kinder an der Hauptstraße in Heimstetten übernehmen. 99 Kinder zwischen elf Monaten bis zum Ende der Grundschulzeit finden dort Platz in je zwei Kinderkrippen und -gärten sowie einer Hortgruppe. Eine Großküche und Wirtschaftsräume werden die Basis für die frisch zubereiteten Essen der Kinder bieten.

Die Schutzpatronin passt gut zur Landesgartenschau

Heißen wird die Einrichtung dann „Haus für Kinder St. Dorothea“, das beschloss der Gemeinderat auf Wunsch der Caritas. Der Hintergrund dazu wurde auch eruiert: Die Heilige Dorothea ist die Schutzpatronin der Gärtner und Blumenhändler und wird daher meist mit einem Korb Rosen und Früchten abgebildet. Somit passt aus Sicht der Caritas der Bezug zum entstehenden Ortspark im Rahmen der Landesgartenschau, in dem das neue Haus für Kinder eingebettet ist. Dorothea heißt übersetzt „Gottes Geschenk“, dies leitet sich ab aus dem Griechischen „doron“ für „die Gabe, das Geschenk“ sowie und aus „theos“, das Wort für „Gott“.

„Diese wunderbare Bedeutung spiegelt sich in unserer Haltung zum Kind wider und vermittelt nach außen und innen unsere Wertschätzung der Einzigartigkeit jedes Menschen. Alle Kinder und Familien werden individuell betrachtet und sind in unserem Haus herzlich willkommen“, teilte die Caritas mit. Die Übersetzung des Namens „Gottes Geschenk“ könne sehr gut in die Pädagogik einfließen und spiegle sich im Caritas Leitbild wieder. Dem folgten die Gemeinderäte einstimmig.

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Dies taten sie ebenso für zahlreiche Nachtragszahlungen, etwa für Baumeister, Dachdecker, Schreiner, Elektro, Sanitär und Trockenbau. Insgesamt erhöhte sich die Summe für den Neubau, der noch nicht offiziell fertiggestellt und abgenommen ist, von den am 15. Januar 2018 genehmigten 7,47 Millionen Euro auf mittlerweile 8,72 Millionen Euro. Eine Steigerung von rund 17 Prozent. Franz Glasl (CSU) stimmte dem Nachtrag zu, gab aber zu bedenken: „Wir sind ja noch nicht fertig, da kommt schon noch was.“ Künftig solle die Gemeinde bei kommunalen Aufträgen „unbedingt besser kalkulieren, dass sich die Baukosten nicht während der Erstellung so erhöhen“.

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