Trainieren mit dem Körpergewicht ist bald auf der Räterwiese in Heimstetten möglich.
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Trainieren mit dem Körpergewicht ist bald auf der Räterwiese in Heimstetten möglich.

„Müssen auch mal etwas für die Jugend tun“

Hier kann man in Kirchheim im Freien bald die Muskeln stählen

  • Bert Brosch
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Im Freien an Geräten trainieren kann man in Kirchheim schon bald. Die Gemeinde investiert 30.000 Euro in zwei Outdor-Fitness-Anlage. Dabei waren die erst gestrichen worden.

Kirchheim – Im September gestand der Outdoor-Fitness-Parcours für junge Erwachsene noch auf der Kirchheimer Streichliste. Jetzt wurde er wieder auf die Tagesordnung gehievt, die rund 30 000 Euro dafür sollen aus dem Kinderspielplatz-Etat kommen. „Wir müssen auch mal etwas für die Jugend tun, nicht immer nur für die kleinen Kinder“, begründete Bürgermeister Maximilian Böltl (CSU).

Schon länger gibt es Pläne zur Errichtung einer Outdoor-Fitness-Anlage. Im vergangenen Jahr waren dafür im Haushalt noch 150 000 Euro veranschlagt. Realisiert wurde die Anlage 2020 nicht mehr, auch, weil im Gelände der Landesgartenschau (LGS) entsprechende Geräte vorgesehen sind. Für den Haushalt 2021 wurde das Projekt aus Kostengründen gestrichen. Laut Böltl gebe es aber gerade eine verstärkte Nachfrage, schließlich sind die Fitnessstudios zu und Sportvereinen ist auch nicht möglich. Vorgesehen sind Gerät für verschiedene Übungen mit dem eigenen Körpergewicht.

Standort in Heimstetten steht fest

Das Ziel ist, in Heimstetten sowie Kirchheim je eine kleinere Anlage zu bauen, die große, zentrale entsteht dann in der LGS. Dafür hat die Verwaltung mehrere Flächen untersucht, einzig die Fläche auf der Räterwiese, auf dem von Büschen umfriedeten Gelände des nicht genutzten Basketballfeldes, scheint geeignet. „Für Kirchheim suchen wir noch nach einer Fläche“, sagte Böltl.

Die Sportgeräte kosten rund 14 000 Euro, für Fallschutzflächen sind 15 000 Euro einkalkuliert. Da im Haushaltjahr 2021 keine Mittel vorgesehen sind, muss die Summe aus dem Etat für den Spielplatzunterhalt entnommen werden, hier sind pauschal 50 000 Euro eingestellt. Die Anlage mit vier Geräten soll noch in diesem Jahr realisiert werden. Ewald Matejka (SPD) kritisierte, dass die Sportvereine durch Corona nichts tun dürften für ihre Mitglieder: „Jetzt werden für viel Geld für ein paar Hansel neue Sportgeräte aufgebaut. Das ist nicht freundlich für die Vereine.“ Franz Glasl (JU) würde als Standort die Grund- und Mittelschule bevorzugen, „da wird doch sowieso umgebaut, da könnte man das gleich mitmachen“. Das Problem: Das Schulgelände, erklärte Böltl, sei tagsüber nicht zugänglich für die Allgemeinheit, „außerdem ist der Spielbereich an der Schule für eine andere Zielgruppe“. Einstimmig beschloss der Gemeinderat die Fitness-Anlage.

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