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Listenreiche Verbindung: Enkel Korbi und Opa Stempflinger haben einen Schlachtplan ausgeheckt, wie Korbis Hochzeit mit Mirzl (Zweite v.l.) vielleicht zu verhindern wäre. Bäuerin Anna will die Hochzeit aber unbedingt. 

Liebe siegt über List

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Das Hochzeitmachen ein schwieriges Geschäft ist, zeigt das neue Stück der Kirchheimer „Anderlbühne“. Vor allem, wenn es einen Großvater mit schrägen Ideen gibt.

Kirchheim – Opa Stempflinger hat für seinen Enkel Korbi die rettende Idee: „Damit du die Mirzl nicht heiraten musst, darfst du künftig nur noch gaggern – bis alle dich für verrückt halten.“ Leider klappt das nicht ganz und so sind weitere „geniale“ Einfälle des Großvaters notwendig. Ein lustiges Stück aus der Feder von Fred Bosch, das die „Anderlbühne“ Kirchheim auf die Bühne des „Merowinger Hofs“ bringt.

Zwei Bäuerinnenschließen einen Pakt

Der Großvater, überzeugend gespielt von Toni Kiendl, ist im Austrag und beschäftigt sich mit dem Schnitzen sowie dem Aushecken von sinnfreien Sprichwörtern. Den ganzen Tag über läuft er mit einer Bierflasche herum, „das ist immer die gleiche, aber so ist meine Tochter glücklich, wenn sie mich des Saufens bezichtigen kann“, gesteht er Enkel Korbi (Maximilian Seiler), dem Sohn der Bäuerin Anna Stempflinger (Monika Frick).

Die will ihren Korbi gerne mit Mirzl, Tochter von Großbäuerin Gundi Ranzinger (Erika Schmidt), verheiraten, weil die als Mitgift 150 000 Mark erhält. „Sie ist nett, zuverlässig und kann gut kochen – aber so wie sie aussieht, bekommt die ohne Geld keinen“, sagt die Ranzinger. Und so schließen die beiden Bäuerinnen einen Pakt – dumm nur, dass der auserwählte Ehemann Korbi hemmungslos verliebt ist in Kuni (Kathrin Mayer), die Magd der Stempflingers – bildhübsch und lieb, aber bettelarm. Mutter Anna setzt fortan alles daran, dass ihr Sohn möglichst wenig Zeit mit der Magd Kuni verbringen kann und kommandiert die beiden im Kasernenton von Arbeit zu Arbeit.

Gleichzeitig arrangiert sie Treffen zwischen Korbi und Mirzl. „Als ich die das letzte Mal gesehen habe, war sie ein kleines Mädchen, die ist bestimmt ganz schön rausgewachsen“, freut sich Korbi auf das erste Treffen. Gewachsen ist die Mirzl in der Tat – und zwar in alle Richtungen. „Ich lege für meine Rolle durch die vielen Kleider innerhalb weniger Minuten von Kleidergröße 36 auf 46 zu, doch das muss sein“, sagt Sonja Forstner (28), die zum ersten Mal bei der „Anderlbühne“ mitspielte und ihre Feuerprobe als überdrehte, liebestolle Jungbäuerin und Hauswirtschafterin gut bestanden hat.

Ein Prachtweibsorgt für Entsetzen

Korbi ist von dem Prachtweib im wahrsten Sinne des Wortes überfahren. Er stellt klar: „Die heirate ich niemals!“. Und so muss der Schlachtplan des Großvaters helfen. Es ist nicht der letzte im Stück.  bb

Weitere Aufführungen

gibt es am: Freitag, 9. März; Samstag, 10. März; Sonntag, 11. März; Freitag, 16. März; Samstag, 17. März, Sonntag, 18. März; Freitag, 23. März, und Samstag, 24. März. Beginn jeweils 20 Uhr, außer Sonntag: 19 Uhr. Einlass jeweils 18.30 Uhr, außer Sonntag: 17.30 Uhr. Karten gibt es unter Tel. 0172/901 48 14, immer montags von 16 Uhr bis 17.30 Uhr und freitags von 15 Uhr bis 16.30 Uhr. Erwachsene zahlen neun Euro, Kinder bis zwölf Jahre 4, 50 Euro.

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