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Schwimmunterricht ist heute umso wichtiger denn je, denn viele Kinder lernen das Schwimmen nicht mehr von ihren Eltern.

Schwimmen ja, aber später

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  • Armin Rösl
    Armin Rösl
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Die Schüler in Kirchheim sollen zum Schwimm-Unterricht nach Poing fahren. Doch das Bad dort wird erst 2021 fertiggestellt.

Kirchheim/Poing – Die gute Nachricht: Grund- und Mittelschüler aus Kirchheim sollen bald wieder Schwimmunterricht erhalten. Dieser findet derzeit kaum statt, da Kapazitäten im Hallenbad Ismaning fehlen. Die Gemeinde hat sich darum ab 2019 Belegungszeiten im Lehrschwimmbecken in Poing gesichert. Doch das funktioniert offensichtlich nicht ohne Weiteres.

Denn es gibt eine schlechte Nachricht: Bis 2019 ist dieses Bad nicht fertig. Noch mindestens drei Jahre nehmen Planungen, Vergabeverfahren und der Bau des Lehrschwimmbades – geplant ist ein 25 Meter langes und 12,50 Meter breites Becken – an der Anni-Pickert-Schule in Anspruch. Das betonte Poings Bürgermeister Albert Hingerl (SPD).

Damit widerspricht er der Aussage von Kirchheims Bürgermeister Maximilian Böltl (CSU), der von Schwimmunterricht ab dem kommenden Jahr sprach. Böltl weiß, dass „2019 ein sehr sportliches Ziel“ ist. Eines, das nun wohl nicht zu halten ist. Aber „auch wenn es später wird, bin ich trotzdem froh, wenn wir das Schwimmbad später nutzen können“, sagt er. Hauptsache, die Schüler können in absehbarer Zeit überhaupt wieder schwimmen.

Seine favorisierte Wunschlösung war diese Kooperation nicht. Fakt ist: Angesichts vieler hoher Investitionen wie den Bau eines neuen Gymnasiums, Rathauses und weiterer Projekte im Rahmen des Strukturkonzepts Kirchheim 2030 „können wir uns einfach kein eigenes Bad leisten“, sagt Böltl. Er wollte daher gerne zusammen mit den Kollegen aus Aschheim und Feldkirchen ein Lehrschwimmbad bauen. Kostenpunkt: etwa fünf Millionen Euro sowie 500 000 Euro für den laufenden Betrieb pro Jahr insgesamt. Doch die beiden Nachbarkommunen lehnten ab (wir berichteten).

Darum musste eine andere Lösung für die Schüler aus Kirchheim gefunden werden. Das neue Bad in Poing kommt der Gemeinde sehr gelegen – auch wenn die Schüler dort frühestens 2021 ihre Bahnen ziehen können. Für das Bad sind Bürgermeister Hingerl zufolge Investitionskosten in Höhe von rund 5,6 Millionen Euro veranschlagt. Bei den Unterhaltskosten geht die Verwaltung von etwa 200 000 Euro pro Jahr aus, ohne Personalkosten. Wie die Belegung durch auswärtigen Gemeinden und Schulen, beispielsweise aus Kirchheim, verrechnet wird, steht nicht fest.

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