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Diesen Entwurf favorisiert der Rathauschef.

Bis Herbst soll feststehen, welches Modell gebaut wird

Kirchheim: Sieger-Entwurf fürs Gymnasium gekürt

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Kirchheim – Vier Stockwerke, dominant und als Pendant zum Rathaus: So sieht der Sieger-Entwurf fürs neue Gymnasium aus. Doch der Bürgermeister möchte lieber ein anderes Modell bauen lassen.

Einen Tag lang hat sich das Preisgericht, bestehend aus 15 Personen, 18 eingereichte Entwürfe für das neue Gymnasium erklären lassen. Es hat mehrfach abgestimmt und schließlich vier Sieger gekürt. „Die Entscheidung für den Sieger wurde kontrovers diskutiert. Nun werden wir sehen, welche Idee tatsächlich realisiert wird“, meinte der Vorsitzende des Preisgerichts, Architekt Kai Bierich. 

Bürgermeister Maximilian Böltl (CSU) als Vorsitzender des Schulzweckverbands betonte: „Ich bin total stolz auf mein eigenes Gymnasium, dass es sich im Vorfeld so intensiv eingebracht und aus der Praxis Vorschläge gemacht hat.“ Die Dimension des Neubaus habe das Preisgericht zunächst zwar etwas erschlagen, „aber ein Gymnasium für 1500 Schüler muss eben eine gewisse Größe haben.“ 

Direktor Matthias Wermuth bedankte sich für die Möglichkeit, sich bei den Plänen einbringen zu können. „Normalerweise ist es ja so, dass man in einem neuen Haus anfängt und sich wundert, was die Planer und Experten für Ideen hatten. Nun können wir auf 30 Jahre Erfahrung zurückgreifen und viele Punkte einbringen.“ 

Architekt Bierich lobte, dass „alle eingereichten Arbeiten sparsam mit dem Platz umgegangen sind. Obwohl ja 30 000 Quadratmeter zur Verfügung stehen, hat diese niemand voll ausgeschöpft. Alle haben versucht, möglichst viele Freiflächen zu kreieren.“ 

Von den 18 Vorschlägen fielen in drei Abstimmungsrunden immer mehr heraus, vor allem wegen „mangelndem Bezug zum Ortspark“ oder „zu wenig Licht und zu vielen Engstellen“, erklärte Bierich. 

Entschieden hat sich das Preisgericht für den Entwurf der Berliner Architekten Heinle, Wischer und Partner mit dem Dresdner Landschaftsarchitekt Ulrich Krüger. Der Entwurf mit einem vierstöckigen Gebäude überzeugte durch eine „städtebauliche Dominante entlang des neuen Ortsparks als Pendant zum neuen Rathaus, dazwischen spannen sich Pausenhof, Sporthalle und der Sportplatz.“ 

Doch Bürgermeister Böltl favorisiert einen anderen Entwurf: den zweiten Sieger der Münchner Architekten Hess/Talhof/Kusmierz mit Landschaftsarchitekt Peter Kühn. „Für mich ist der Entwurf stimmig, weil das dreigeschossige Gebäude aus Holz sein soll, somit zur ökologischen Botschaft unseres einzigartigen Ortsparks passt“, erklärte er seine Wahl. „Zudem nimmt das Gebäude die bestehenden Fluchten zur Heimstettener Straße sowie der Grund- und Mittelschule auf.“ 

Insgesamt wurden vier Entwürfe prämiert, alle vier werden jetzt durchgerechnet, „und dann werden wir hoffentlich im Herbst entscheiden können, wer das neue Gymnasium bauen wird“, sagte Architektin Petra Schober, die mit der Gemeinde die Vorarbeit zum Verfahren abgewickelt hat.

Bert Brosch

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