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Der Siegerentwurf der Architekten Dürschinger: Rechts das langgestreckte Gebäude ist das Rathaus, daneben der Bürgersaal, rechts unter den Bäumen die Tiefgarage.

Siegerentwürfe im Gemeinderat vorgestellt

So könnte das neue Rathaus aussehen

Jahrelang wurde im Gemeinderat über Standort, Größe und Kosten des neuen Rathauses in Kirchheim gestritten. Nun präsentierte Architekt Johannes Ernst, Vorsitzender des Preisgerichts, den Gemeinderäten die drei Siegerentwürfe. 

Kirchheim –  „Der erste Sieger ist fast genial. Das Ensemble Rathaus, Bürgerhaus und Kinderhaus passt perfekt zwischen Ortspark und Gemeinde, mit seinen zwei Flügeln öffnet es sich beiden Ortsteilen und lagert sich exzellent an den historischen Weg zwischen Heimstetten und Kirchheim an“, schwelgte Ernst. Auch Bürgermeister Maximilian Böltl (CSU) ist begeistert. Der Neubau nach diesem Entwurf würde rund 25 Millionen Euro kosten.

Insgesamt 20 Entwürfe musste das neunköpfige Preisgericht in zwei Tagen intensiv prüfen. „Die meisten Vorschläge orientierten sich am neuen Gymnasium, das gegenüber vom Rathaus steht. Letztlich einigten wir uns einstimmig auf drei Preisträger. Wobei der Siegerentwurf der Architekten Dürschinger aus Fürth gemeinsam mit Landschaftsarchitekt Tautorat schon deutlich heraus sticht“, begründete Johannes Ernst.

Beinahe eine Altstadt-Atmosphäre

Die Verbindung zwischen Ortspark und Kirchheim, die räumliche Anlagerung mit Knick an den historischen Weg zwischen Heimstetten und Kirchheim, das „Verstecken“ der Tiefgarage in der hintersten Ecke des Geländes, die beiden Schenkel in Richtung Kirchheim und Heimstetten als Zeichen der Offenheit gegenüber beiden Ortsteilen seien dabei herauszuheben, meinte Ernst. „Der zweite Schenkel ist der Bürgersaal. Allerdings könne das Rathaus auch alleine, ohne das Bürgerhaus, dessen Realisierung ja noch nicht feststeht, bestehen. „Das gesamte Ensemble steht toll positioniert und bildet in dem Ortspark fast eine Altstadt-Atmosphäre“, schwärmte Ernst. Besonders lobte er die Idee der Architekten, auf dem dreistöckigen Gebäude ein Penthouse zu positionieren. „Das ist nicht das repräsentative Amtszimmer des Bürgermeisters, sondern der Sitzungssaal des Gemeinderats und das Trauungszimmer. Nicht nur die Brautleute, auch die Gemeinderäte erhalten dort einen enormen Weitblick.“

Bürgermeister Maximilian Böltl gefällt beim Siegerentwurf, dass das neue Rathaus im Vergleich zum mächtigen neuen Gymnasium in der Sichtachse Richtung Heimstetten recht zurückhaltend konzipiert sei.

Zwei dritte Plätze

Zwei weitere Entwürfe wurden prämiert. Dabei gab es allerdings keinen Zweitplatzierten, sondern zwei dritte Preisträger – um den Abstand zum Erstplatzierten hervorzuheben. Bei ihren Entwürfen ist das neue Rathaus aus hellen Ziegeln konzipiert und machten auf die Jury den Eindruck von „skandinavischer Lässigkeit“. Der Entwurf von Dasch Zürn aus Stuttgart überzeugte die Juroren durch die Anordnung der drei Gebäude, die gemeinsam einen großen „Dorfplatz“ bilden. „Die Gebäude sind nicht rechteckig, sondern fünfeckig, was sie unheimlich attraktiv macht“, so Ernst. Beim anderen dritten Preis der Architekten Wulf aus Stuttgart sind die Gebäude flach, beinahe pavillonartig angelegt. „Sie verschmelzen perfekt mit der Landschaft des großen Ortsparks, sind keine Machtdemonstration der Verwaltung, sondern Teil der Umgebung“, sagte Ernst.

Von 17. bis 19. März können alle 20 Entwürfe in der Aula des Gymnasiums besichtigt werden. Welcher Entwurf letztendlich umgesetzt werden soll, entscheidet sich aber noch.

Ihre Meinung ist uns wichtig: Welchen der drei Entwürfe hätten Sie gewählt? Welche Variante wäre ihr Wunsch-Rathaus? Stimmen Sie ab!

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