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Straßen in neuer Ortsmitte benannt: So sollen sie heißen

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Von: Bert Brosch

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Im Neubaugebiet setzten sich für die Querverbindungen zur Münchner Straße die Kräuternamen gegen die alten Hofnamen durch.
Im Neubaugebiet setzten sich für die Querverbindungen zur Münchner Straße die Kräuternamen gegen die alten Hofnamen durch. © Bert Brosch

Der Gemeinderat hat die Straßen in der neuen Kirchheimer Ortsmitte benannt. Dabei fielen einige Vorschläge durch, andere sorgten für Bedenken.

Kirchheim – Da die Bauarbeiten für die neue Ortsmitte Kirchheim 2030 immer weiter voranschreiten, mussten nun Straßennamen her für die neuen Routen. Während dies in Kirchheim problemlos klappte, wurden in Hausen die Verwaltungs-Vorschläge abgelehnt, die Straßen nach alten Höfen zu benennen. Stattdessen entsteht nun eine Kräutersiedlung.

Für Bürgermeister Maximilian Böltl (CSU) ging es in der Gemeinderatssitzung darum, zunächst die großen Hauptachsen zu benennen, „die kleineren Wege und Sträßchen können wir vorläufig zurückstellen, da sollte sich jede Fraktion Gedanken dazu machen“. Die Verwaltung habe bei den Vorschlägen versucht, einen Bezug zur Landesgartenschau, dem neuen Rathaus und Gymnasium sowie zum bestehenden Lindenviertel zu finden. Für die neue Verbindungsstraße zwischen Heimstettener Moosweg und dem Kreisverkehr an der St 2082 schlug er „Parkallee“ vor. Berit Vogel (Grüne) findet den Namen gut, „aber nur, wenn da auch tatsächlich Bäume für eine Allee gepflanzt werden“. Ilse Pirzer (SPD) hält den Namen „Allee“ für einen in ihren Augen „so kleinen Weg schon etwas sehr hoch gegriffen“. Dennoch votierte der Gemeinderat einstimmig für den Vorschlag. Die bestehende Ludwigstraße wird in ihrer gesamten Länge bis zur St 2082 in „Hauptstraße“ umbenannt, der ehemaligen südlich Zu- und Abfahrtsast der St. 2082 wird künftig „Rathausstraße“ heißen. Wolfgang Heinz-Fischer plädierte für Heimstettener Straße, „denn in der Rathausstraße steht ja nichts außer dem Rathaus, das finde ich verwirrend“.

Bedenken bei „Bürgermeister-Schuster-Straße“

Deutlich mehr Diskussion gab es um Böltls Vorschlag „Bürgermeister-Schuster-Straße“, die von der Heimstettener Straße parallel zur St 2082 nach Osten führt, aktuell liegen dort die verpflanzten Magerrasen-Stücke. Vogel sagte, dass die Meinung über Schuster doch geteilt sei, ob er wirklich so erwähnens- und errinerungswert sei. „Ich schlage daher eher einen Mann vor, der für das Ehrenamt steht, wie Mario Rosina von der Feuerwehr.“ Auch Marcel Proffert (VFW) war mit Böltls Vorschlag nicht einverstanden und schlug „Bürgerstraße“ vor, „das steht dann wirklich für alle Bürger“. Böltl bestand auf seinem Vorschlag, „in jeder Historie gibt es gute und schlechte Zeiten, Schuster stand doch für viele Neubürger-Ansiedelungen, Schulen und Kindereinrichtungen.“ Mit 15:7 Stimmen folgte der Gemeinderat Böltls Empfehlung.

Keine Zustimmung fand er hingegen mit den Straßennamen im Neubaugebiet Hausen-Süd. Er empfahl hier die Hofnamen der alten Landwirtschaften wie „Am Hofanger“, „Beim Bammer“, „Beim Buidl“ oder „Beim Brunner“. Er musste allerdings eingestehen, dass die Hofnamen von den befragten Anwohnern nicht befürwortet werden, so Böltl. Franz Glasl (JU) sagte, dass er nicht für die Hofnamen stimmen werde, wenn diese selbst dagegen seien. Das sah auch sein Fraktionskollege Michael Dirl so, der mit den anderen Vorschlägen Lavendel-, Rosmarin-, Kamillen- und Melissenweg aber auch nicht glücklich war. Marianne Hausladen (CSU) sagte: „Der Hofnamen muss beim Hof bleiben und darf keine Straße werden.“ Auch Böltls Einwand, eine „Rosmarinstraße“ könne es ebenso in Buxtehude geben – er war für die Hofnamen – konnte den Gemeinderat nicht umstimmen. Mit 16:7 Stimmen entschied das Gremium sich für die Kräuternamen.

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