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Uber-Manager Christoph Weigler (rechts) und Bürgermeister Maximilian Böltl beim Startschuss des Pilotprojekts.

Seit Anfang November verfügbar

Uber kommt an: Über 1000 Fahrten seit Start gebucht - SPD übt Kritik

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Seit Anfang November kann man sich in fünf Gemeinden in den Landkreisen München und Ebersberg Fahrten über Uber buchen. Die erste Bilanz fällt positiv aus. 

Kirchheim – Seit vier Wochen bietet der Fahrdienstvermittler „Uber“ in der Region seinen Service an. Kunden können sich in Kirchheim, Feldkirchen, Aschheim, Poing und Pliening hin und her fahren lassen oder nach Mitternacht von München aus in eine der vier Gemeinden fahren. Und das Angebot kommt gut an.

Über 1000 Fahrten habe der Dienstleister bereits vermittelt, berichtete Uber-Geschäftsführer Christoph Weigler, als er eine erste Zwischenbilanz im Gemeinderat vorstellte. Zwei Drittel der über 1000 Fahrten seit dem Start in der ersten Novemberwoche gingen demnach für 15 Euro aus München heraus, ein Drittel waren Fahrten für fünf Euro innerhalb der teilnehmenden Gemeinden. Die Wartezeit je Fahrt betrug im Schnitt sieben Minuten, 70 Prozent der Fahrtwünsche konnten laut Weigler erfüllt werden. Das Unternehmen arbeite in der Region mit einem Mietwagen-Unternehmen zusammen, das zwölf voll versicherte Fahrzeuge habe, alle Fahrer seien sozialversicherungspflichtig angestellt. Eine Zusammenarbeit mit Taxi-Unternehmen gebe es noch nicht, Weigler könne sich diese für die Zukunft aber durchaus vorstellen.

„Man sieht klar, dass es hier eine Nachfrage gibt“

Bürgermeister Maximilian Böltl (CSU) zeigte sich zufrieden. „Das sind doch mindestens zehn Fahrten am Tag, man sieht klar, dass es hier eine Nachfrage gibt“, sagte Böltl. Sein CSU-Kollege Franz Glasl, wollte wissen, wie sich der günstige Fahrtpreis am Ende des Pilotprojekts entwickeln wird. „Das steht noch nicht fest“, sagte Weigler, „aber es wäre unsinnig, wenn wir den Preis deutlich erhöhen, dann fährt doch keiner mehr bei uns.“

Kritik flammte aus den Reihen der SPD auf. Marcel Prohaska etwa kritisierte, dass Taxifahrer „kannibalisiert“ würden, und auch den Stundenlohn: „Wenn einer bei Uber für zehn oder 15 Euro in der Stunde mitten in der Nacht fährt, ist das wohl nicht gerade fair.“Man spreche im Gemeinderat oft von den schlecht verdienenden Kinderbetreuern, „die bekommen 24 Euro in der Stunde“. Jeder Fahrer bekomme mindestens den Mindestlohn von 9,19 Euro in der Stunde, versicherte Weigler, „da die Konkurrenz in München recht hoch ist, werden die Fahrer besser bezahlt“.

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