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So sehen Sieger aus: Die Klasse 9a des Kirchheimer Gymnasiums feiert sich für ihren Sieg beim Schülerwettbewerb der Bundeszentrale für politische Bildung mit ihren Infotafeln zu den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro. 

Projekte zu Olympia und Social Media

So sehen Sieger aus: Kirchheim und Garching dürfen sich über ihre smarten Schüler freuen

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Die Kirchheimer Gymnasiasten und die Garchinger Realschüler haben jeweils einen Hauptpreis beim Bundeswettbewerb für politische Bildung abgeräumt.

Kirchheim – Für Mitarbeit, Mitdenken und Mitarbeiten gibt es nicht „nur“ gute Noten, sondern es winkt als Belohnung auch mal eine Klassenfahrt. Für die 9a des Kirchheimer Gymnasiums geht es im Mai für eine Woche nach Dresden, denn sie haben einen Hauptpreis des 48. Schülerwettbewerbs zur politischen Bildung der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) gewonnen.

„Ein Beweis dafür, dass wir zwar zu 80 Prozent-MINT-Schule, aber eben nicht nur naturwissenschaftlich orientiert sind“, sagte ein stolzer Rektor Matthias Wermuth. Deshalb ist die Teilnahme am Schülerwettbewerb der bpb schon seit Jahren fester Bestandteil für den Unterricht aller neunten Klassen. Kleinere Sachpreise sprangen in den vergangenen Jahren auch schon heraus, in diesem Jahr wurde es – neben zwei Geldpreisen in Höhe von 100 Euro für die Parallelklassen – für die 9a einer der Hauptpreise: eine fünftägige Klassenfahrt nach Dresden Mitte Mai.

Olympia in Brasilien für die Projektarbeit kritisch beleuchtet

Als Projektthema hatte sich die Siegerklasse „Der Traum von Olympia – Rio de Janeiro“ ausgesucht und die Ergebnisse aus vierwöchiger Recherche auf zwölf Infotafeln zusammengetragen. „Natürlich haben die Schüler auch sehr viel Infomaterial zu Hause gesammelt“, lobt Lehrerin Beate Birkedahl das Engagement ihrer Klasse. Die 27 Schülerinnen und Schüler fragten kritisch nach: „Wie nachhaltig ist so ein Großereignis? Welche Auswirkungen hat es auf die Bevölkerung? Gibt es „nur“ Gewinner oder auch Verlierer?“

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Das Spannende für Wermuth ist, dass die Themen zwar im Unterrichtsfach „Wirtschaft und Soziales“ behandelt werden, aber „absolut fächerübergreifend sind“. Die Schüler erarbeiten sich selbst, welche Wechselwirkungen zwischen Wirtschaft, Religion, Geschichte, Sozialem und auch Sport bestehen. Dementsprechend sind die Infotafeln auch mit „soziale“ oder „ökologische Folgen“ betitelt.

Selbstorganisiertes Lernen steht im Vordergrund

Die Konkurrenz, gegen die sich die 9a durchsetzte, war groß. In diesem Jahr haben 2.550 Klassen teilgenommen, 180 alleine zum Olympia-Thema, die dann von einer Jury, in der Fachlehrer sowie Mitarbeiter einiger Kultusministerien zusammen arbeiten, bewertet werden. So erläuterte es Hans-Georg Lambertz, Leiter des Schülerwettbewerbs. „Ziel ist es, Felder der politischen Bildung auch außerhalb des klassischen Lehrplanes kennen zu lernen“, sagt er. „Wir sind kein „Hochleister-Wettbewerb, sondern wollen allen Schülern die Teilnahme ermöglichen, im Rahmen ihrer Fähigkeiten und Möglichkeiten, teilzunehmen.“

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Rektor Wermuth sieht in dem Wettbewerb die Chance, politische Bildung zu vertiefen, die „im Curriculum des G9 ja auch verstärkt einfließen soll.“ Die Aufgaben des Wettbewerbs sind klar strukturiert, lassen aber auch sehr viel Gestaltungsraum für eigene Ideen. „Selbstorganisiertes Lernen steht ganz weit oben“, betont Lambertz. Völlig überrascht von ihrem Gewinn, kam der Jubel – „Hurra wir fahren nach Dresden!“ – erst nach ein paar Sekunden. Die fragenden und skeptischen Blicke, als am Montagvormittag Rektor Wermuth mit fünf ihnen unbekannten Personen im Klassenzimmer auftauchte wichen schnell der Freude. „Echt?, Stimmt das wirklich“, fragte Charline Keller (15) baff. „Waren wir wirklich so gut?“.

Freude auch in Unterschleißheim: Realschule holt Hauptpreis mit Influencer-Video

Auch Unterschleißheim darf stolz auf einen Hauptpreis seiner Schüler beim Wettbewerb der Bundeszentrale für politische Bildung sein: Über 40 Stunden haben die Schüler der Klasse 10a der Therese-Giehse-Realschule in Unterschleißheim an ihrem Video zum Thema „Berufswunsch Influencer?“ gearbeitet und sich kritisch mit der Fragestellung auseinandergesetzt. Sowohl in der Schule, als auch in ihrer Freizeit wurden kreative Ideen gesammelt. Das Resultat: ein sechsminütiges Info-Video erfolgreich umgesetzt. Besonders überzeugt hat die Jury die authentische Teamarbeit der Klasse und die kritische Analyse des „Traumberufs“. 

Ohne eine leiseste Vorahnung wurden die Schülerinnen und Schüler der 10a der Therese-Giehse-Realschule in Unterschleißheim von ihrer Direktorin Karin Lechner in die Aula geholt. Dort überreichte Wettbewerbsleiter Hans-Georg Lambertz den Klassensprechern ihren Preis: Eine Reise nach Prag. Wenig überraschend: das glückliche und stolze Grinsen auf den Gesichtern der Klasse – die fünftägige Reise im Juni ist für sie bereits gebucht. Auch Bürgermeister Christoph Böck kam vorbei, um der Klasse persönlich zu gratulieren.

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